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München: Bejubelter „Siegfried“ an der Bayrischen Staatsoper-m...
Helmut Christian MayerEin Kind tobt über die Bühne. Es ist Siegfried als Kind, wütend weil er nicht glauben will, dass der pädagogisch hoffnungslos überforderte, stets jammernde Mime wirklich sein Vater ist. Quentin Becker spielt ihn stumm ganz großartig. Gesungen wird er vom Bühnenrand von Benjamin Bruns, der immer mehr ins Spiel eingreift: Tobias Kratzer lässt „Siegfried“, in der Fortsetzung seiner Inszenierung von Richard Wagners „Ring des...
Klagenfurt: Schrille aber auch subtile Gefühlsverwirrungen bei...
Helmut Christian Mayer„Come scoglio“ („Wie ein Fels“): Nicht nur mit dieser emotionsreichen, vortrefflich gelungenen Arie kann Lucia Tummineli überzeugen, sie ist auch sonst eine innige, fein phrasierendeFiordiligi, reinsten Koloraturen und ungefährdeten Höhen. Wieder einmal ist es sehr erfreulich, welch qualitativ hochstehendes, homogenes und auch spielfreudiges Sängerensemble das Stadttheater Klagenfurt für „Cosi fan tutte“ von Wolfgang Amadeus...
Wenn die altfränkische Festwiese zum militärischen Terrain von...
Ralf SiepmannDie Meistersinger von Nürnberg Richard Wagner Besuch am 1. November 2026 Premiere am 17. Oktober 2026 Deutsche Oper am Rhein Opernhaus Düsseldorf Wenn die altfränkische Festwiese zum militärischen Terrain von morgen wird Parnaß und Paradies– in seiner 1979 erschienenen, unverändert lesenswerten Anmerkung zu den Meistersingern von Nürnberg nennt Hans Mayer, der Literatur- und Musikwissenschaftler, Richard Wagners einzige Komödie...
Wien: Verdis "Otello" mit hoher musikalischer Emotionalität
Helmut Christian MayerJonas Kaufmann ist wieder an der Wiener Staatsoper zu erleben und zwar als Titelheld in Giuseppe Verdis „Otello“. Er singt ihn mit fast völlig unangestrengten, strahlenden Höhen. Wunderbar und feinsinnig, fast aus dem Nichts heraus bewegen sich wie immer seine exemplarischen Piani. Vom seinem hochdramatischen, triumphalen „Esultate!“ nach der gewonnenen Schlacht gleich bei seinem ersten Auftritt, bis hin zum tragischen Finale weiß der...
Verstörend und faszinierend oder die Verschiebbarkeit der musi...
Ralf SiepmannDas Wunder der Heliane Erich Wolfgang Korngold Besuch am 23. Oktober 2026 Premiere am 3. Oktober 2026 Oper Essen Aalto Theater Verstörend und faszinierend oder die Verschiebbarkeit der musikalischen Grenzen Erich Wolfgang Korngoldist in der Operngeschichte mit seiner 1920 gleichzeitig in Hamburg und Köln uraufgeführten Komposition Die tote Stadt fest verankert. Das Werk öffnet dem 23-jährigen die Türen zur Welt, nicht zuletzt der Neuen Welt...
Theater an der Wien: Wagners „Der fliegende Holländer“ in Sent...
Helmut Christian MayerImmer wieder flackern die beiden Luster im dunklen, antiken, bourgeoisen Salon, der vollgestopft mit Büchern wie eine Bibliothek aussieht. Ein junges Mädchen in weißer, altmodischer Unterwäsche läuft verängstigt herein und versteckt sich gleich unter dem großen Tisch. Es ist Senta, die bald darauf ein großes Buch vom Regal herunterholt und darin mit einem Kerzenleuchter in der Hand eifrig zu lesen beginnt. Der Foliant beinhaltet die Geschichte vom...
