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Helmut Christian Mayer

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Mayer

Helmut Christian

Wien

Österreich

Since 13 November 2017

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Georges Bizets „Die Perlenfischer“ an der Oper Graz: Stimmengl...

Helmut Christian Mayer

„Au fond du temple saint…“–„Aus der Tiefe des heiligen Tempels… Es ist die Göttin, die uns vereint“: Edel und schön sind die Worte des populären Freundschaftsduett aus den „Perlenfischern“. Es sind Worte, mit denen die beiden Jugendfreunde von der Insel Ceylon ihre Liebe zur gleichen Frau bekennen. Aber auch Worte, mit denen sie schwören, ihrer Freundschaft zuliebe auf sie zu verzichten. Georges Bizet hat sie in...


Lullys „Atys“ auf Blu-Ray Disc: Ein vergessenes, barockes Meis...

Helmut Christian Mayer

Als „l'opera du Roi“(„Oper des Königs“) gilt Jean-Baptiste Lullys „Atys“, weil sie auf Anstoß des kunstsinnigen und musikalischen Königs Louis XIV komponiert wurde und weil der französische Sonnenkönig nicht nur das Thema gewählt, sondern ganze Passagen selbst gesungen hat. Die Tragédie en musique gilt eindeutig als das Lieblingswerk des Sonnenkönigs, der Lully auch als seinen Hofkomponisten verpflichtete....


Mozarts „Don Giovanni“ an der Wiener Staatsoper: Ein düsteres ...

Helmut Christian Mayer

Es ist ein unwirtlicher „Unort“ im Nirgendwo. Denn grau und dunkel ist diese omnipräsente Steinwüste, die im zweiten Teil dann noch mit bizarren Felsformationen aufwartet (Ausstattung: Katrin Tea Lag). Sie symbolisiert die inneren, steinigen Seelenzustände. Hier sind der Titelheld und Leporello gestrandet: Als düsteres Nachtstück inszeniert Barrie Kosky Wolfgang Amadeus Mozarts „Don Giovanni“ an der Wiener Staatsoper. Es...


Puccinis „Suor Angelica“ aus Florenz auf DVD: Unerbittlicher V...

Helmut Christian Mayer

Schräg und ziemlich hoch aufragend sind die Wände, nur durchbrochen von einigen schmucklosen Öffnungen, Türen und Fenster symbolisierend. Dies alles soll offenbar ein stilisiertes Kloster oder eine Kirche darstellen. Daneben gibt es noch einige hölzerne Gitter zu sehen. Dahinter ist meist ein dunkles Nichts. Vorne steht auf dieser Einheitsbühne ein kleiner Kräutergarten, ein Tisch und ein Stuhl, mehr nicht: Damit wird schon eine recht nüchterne und...


Josip Ipavec: Ein zu Unrecht vergessener, slowenischer Tonschö...

Helmut Christian Mayer

Zum 100. Mal jährt sich heuer der Todestag von Josip Ipavec (1873 -1921). Dieser in Sentjur bei Celje geborene, slowenische Komponist spielte in seiner Kindheit Violine und Klavier und begann bereits am Gymnasium zu komponieren. Sein erster musikalischer Lehrer war sein Vater, später studierte er Musik auch in Graz und Wien. Wie sein Vater studierte er zudem noch Medizin in Graz und war als Militärarzt und Distriktarzt tätig. Ipavec komponierte Lieder, ein Ballett...


Klagenfurt: Helle Klassik und düstere, packende Mystik mit ein...

Helmut Christian Mayer

„Agamemnon! Wo bist du, Vater?“: Es ist wohl eine ergreifendsten Schlüsselstellen der Oper, wenn die von Rachegedanken besessene Elektra ihren ermordeten Vater anruft und das tiefe Blech dazu einen monumentalen Klangboden bildet. Besonders eindrucksvoll und expressiv mit etwas viel Tremolo und nicht immer ganz textverständlich wurde sie von der russischen Sopranistin Yulia Petrachuck passend mit einem wallenden, roten Umhang gesungen und zum Finale...