Agenda
Wörterverzeichnis
Wörterverzeichnis anzeigenSuchen
Anmelden
-
Anmelden mit Ihrem Konto
-
Konto erstellen
Benutzerkonto
Helmut Christian Mayer
Mayer
Helmut Christian
Wien
Österreich
Since 13 November 2017
All columns902
Liszt Festival Raiding: Der Vergessenheit entrissene Raritäten
Helmut Christian MayerEs war im Jahre 1886, das schrieb Franz Liszt seine letzten Noten nieder, denn vier Monate später war er tot. Deshalb ist sein allerletztes Orchesterlied „Vätergruft“ auch so dunkel instrumentiert und von morbider aber geheimnisvoller und berührender Stimmung. Es ist der Entdeckungsfreude von Martin Haselböck zu verdanken, dass er dieses wie zwei weitere Orchesterlieder von Liszt, absolute Raritäten, die dieser selbst nie gehört hat,...
Baden bei Wien: Kálmáns „Gräfin Mariza“ mit zeitlosem Sentimen...
Helmut Christian MayerDas Palais wirkt ziemlich heruntergekommen und verströmt eine sentimentale Atmosphäre voller Erinnerungen. Er wirkt verblasst aber hin und wieder blitzt doch eine vergangene, mondäne Zeit durch, die jedoch nie wieder zurückkehren wird (Bühne: Monika Biegler). Hier agiert die Titelheldin als älter gewordene reiche Oligarchin und Powerfrau. So sieht Leonard Prinsloo die „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán die heurige...
Ein Abschiedskonzert mit Gänsehautfaktor: Elisabeth Kulman bei...
Helmut Christian Mayer„Es war, als hätt‘ der Himmel die Erde still geküsst“: Ihr Pianissimo war betörend und erzeugte Gänsehaut, als Elisabeth Kulman „Mondnacht“ von Robert Schumann anstimmte. Es erklang als ihr erklärtes Lieblingslied (auch vom Begleiter Eduard Kutrowatz) am Ende eines außergewöhnlichen, ausverkauften Konzertes beim Lisztfestival in Raiding, wo sie schon mehrfach aufgetreten war und bei dem sich im zweiten Teil das Publikum...
Verdis „La forza del destino“ in Graz: Die unerbittliche Schic...
Helmut Christian MayerFortuna, die Glücks- und Schicksalsgöttin, findet sich am Eisernen Vorhang des Grazer Opernhauses. Dies animierte Eva-Maria Höckmayr, sie lebendig werden zu lassen. Schon während der Ouvertüre von Giuseppe Verdis „La forza del destino“, der diesjährigen Eröffnungsproduktion, beginnen sich die Bilder am Eisernen Vorhang zu bewegen, das Rad des Schicksals dreht sich und das Schicksal selbst steigt personifiziert aus dem Bild. Es wird zur...
Eine kalte, gesellschaftskritische„La Bohème“ von Giacomo Pucc...
Helmut Christian MayerSie fackelt nicht lange. Schon nach kurzem Kennenlernen ergreift sie die Initiative und überrascht ihn mit einem langen Kuss: Diese Mimi ist keineswegs das schüchterne Mädchen, wie man es sonst kennt, sondern eine selbstbewusste, berechnende, junge Frau, die genau weiß, was sie will und was sie nicht will. So sieht es zumindest Georg Schmiedleitner bei Giacomo Puccinis „La Bohème“,der Eröffnungsproduktion der heurigen Saison am...
Erste sängerische Sahne bei Verdis "Otello" an der Wiener Staa...
Helmut Christian MayerEr ist bereits 67 Jahre alt, aber das merkt man ihm weder sängerisch noch szenisch an: Denn Gregory Kunde singt den Titelhelden mit völlig unangestrengten, strahlenden Höhen. Zudem kann der US-amerikanische Tenor mit vielen Farben und kraftvollem Gesang aber auch feinsten Piani faszinieren. Vom seinem hochdramatischen, triumphalen „Esultate!“ nach der gewonnenen Schlacht gleich bei seinem ersten Auftritt bis hin zum tragischen Finale weiß er auch szenisch...
