Kolumnen zu folgendem Johannes Martin Kränzle

Hamburg: Nervöses Siviglia vor Beginn des kapitalistischen Zei...

Achim Dombrowski

Hamburgische Staatsoper Il Barbiere di Siviglia (Gioachino Rossini)  Premiere am 17.05.2026 besuchte Aufführung am 19.05.2026 Nach den aufregenden Opernprojekten unterschiedlicher Couleur in dieser ersten Spielzeit des Intendanten Tobias Kratzer in Hamburg nun ein Werk des Kernrepertoires der Opernhäuser weltweit: Rossinis Il Barbiere di Siviglia.  Zu einer neuen Sichtweise lädt u a ein Essay im Programmheft von Wolfgang M. Schmitt....


Salzburg: „Zaide oder der Weg zum Licht“ - über Humanismus, de...

Helmut Christian Mayer

Sie ist die „Frau, die singt“, auch wenn sie gefoltert wird und heißt Zaide.  Ihre Tochter Persada kommt in dieses ehemalige Foltergefängnis, auf der Suche nach der Geschichte ihrer Mutter, die hier geendet hat. Der ehemalige Gefängniswärter Allazim ist als Museumswärter noch hier und erzählt Persada, wie deren Eltern Zaide und Gomatz, ein Mithäftling, in den sich Zaide verliebt hat, dort ums Leben gekommen sind: Das ist die Handlung von...


Bavaria trifft Fledermaus - Glitzer, Witz und viel Sause zum J...

Helmut Pitsch

Johann Strauß Die Fledermaus Bayerische Staatsoper 8.1.2023 Bavaria trifft Fledermaus - Glitzer, Witz und viel Sause zum Jahreswechsel in München Die komische Operette Die Fledermaus gehört zu den beliebtesten Werken des Walzerkönigs Johann Strauß. Seit der Uraufführung 1874 findet sich das Werk gerade zum Jahreswechsel auf zahlreichen Opernspielplänen. Eine amüsante leichte Handlung, schwungvolle zündende Melodien und die...


Ermattet erklimmt Wotan die Burg - Rheingold in München

Helmut Pitsch

Ermattet erklimmt Wotan die Burg Richard Wagner Rheingold Bayerische Staatsoper 30.6.2021 So wurde Rheingold zu den Festspielen am Ende ein wahrer Krimi. Lag es am sehr getragenem Tempo von Erik Nielsen, der den Sängern so  einiges abverlangte, gleichwohl er sehr transparent und in der Lautstärke vorsichtig umging. John Lundgren als Wotan wirkte von Beginn an zurückhaltend und zeigte wenig göttliche Strahlkraft als Gottvater. Seine letzten Einsätze...


Vergänglichkeit modern interpretiert - der neue Rosenkavalier ...

Helmut Pitsch

Die Zeit ist ein sonderbar Ding – Dieses berühmte Zitat aus der Oper „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss nach dem Libretto von Hugo von Hofmannsthal scheint Barrie Kosky, der Regisseur der lange erwarteten Neuinszenierung sehr ernst zu nehmen. 1972 hatte die legendäre bis heute beim Publikum beliebte Inszenierung von Otto Schenk Premiere. Über 50 Jahre wurde diese opulente Rokoko Inszenierung verehrt. Jetzt quasi als Abschiedswerk läßt der...


Starke Bilder und ein technisches Experiment Boris Godunow in ...

Helmut Pitsch

Bücher plappern eifrig, sind kaum zu bändigen, Hochregallager werden herumgeschoben - aktionsreich beginnt auf der grau einfärbig ausgeleuchteten Bühne des Züricher Opernhauses die vieldiskutierte und mit Spannung erwartete Neuinszenierung des Boris Godunow. Viel wurde diskutiert insbesondere ob der ausgefallenen technischen Lösung, um dieses mutige gross angelegte Projekt in Zeiten von Corona überhaupt zu realisieren. Modest Mussorgskys Oper ist eine...