Kolumnen zu folgendem Leoš Janáček

Linz: Katjas Wahrheitssuche - Wo wart ihr, als ich noch lebte?

Achim Dombrowski

Landestheater Linz Katja Kabanova (Leoš Janáček) Premiere 26. April 2026  Peter Konwitschny hat am Landestheater Linz in den letzten Jahren die Janáček-Opern Jenufa, Die Sache Makropulos, Aus einem Totenhaus und Die gerissene Füchsin erarbeitet. Die Oper Katja Kabanova basiert auf dem Drama Gewittervon Alexander Ostrowski. Die aktuelle Produktion wird in deutscher Sprache gegeben. Zusammen mit Christoph Blitt hat Peter Konwitschny eine...


Füchslein unter den Linden - Wer hat Angst vorm dunklen Wald?

Achim Dombrowski

Staatsoper Unter den Linden Berlin Das schlaue Füchslein Musik von Leoš Janáček Premiere 28. Februar 2026 Die Bühne von Nadja Sofie Eller überrascht zunächst mit durchgehend hellen, fast klinisch ausgeleuchteten Wänden. Kein dunkler Wald weit und breit. Nur wenige konkrete Elemente, wie ein großer Termitenhaufen, von Bäumen gefallene Blätter, Leitern im Hühnerstall oder eine Vielzahl von – vielleicht...


Janáček „Die gerissene Füchsin“ in Linz: Ohne szenisches Natur...

Helmut Christian Mayer

Es muss wieder einmal alles anders sein: Statt dem niedlichen deutschen Titel „Das schlaue Füchslein“ wird der Oper von Leoš Janáček ein neuer verpasst. Denn der Titel war bisher angeblich von Max Brod „falsch“ ins Deutsche übersetzt: Jetzt heißt das Werk jedenfalls „Die gerissene Füchsin“ und auch sonst wird diese 1924 uraufgeführte jetzt am Landestheater Linz gezeigte Oper ganz anders gedeutet....


Staatsoper München: Katja Kabanova - Chronik eines angekündigt...

Achim Dombrowski

KATJA KABANOVA (Leoš Janáček) Premiere am 17. März 2025 Besuchte Aufführung am 30. März 2025 Bayerische Staatsoper München Es fängt verführerisch an: noch vor dem Beginn der Vorstellung tanzt eine Gruppe von Paaren Tango auf der offenen Bühne der Staatsoper. Bald merken wir, dass hier der Tango nur als ein zwiespältiges Medium der Begegnung gilt: die Umklammerung der Körper ist eine verzweifelte Fantasie der...


Akribische Regie, vernetzt mit dem Sozialrealismus des Dramas ...

Ralf Siepmann

Jenůfa Leoš Janáček Besuch am 26. April 2024 Premiere am 18. April 2024 Deutsche Oper am Rhein Theater Duisburg Akribische Regie, vernetzt mit dem Sozialrealismus des Dramas und der Eigenart der Musik Jenůfavon Leoš Janáček, 1904 in Brünn uraufgeführt, ist nach Bedřich Smetanas Die verkaufte Braut, 1866 erstmals in Prag auf der Bühne, die am häufigsten aufgeführte tschechische Oper. Beide gründen im Milieu der...


Musikverein Wien: Leoš Janáčeks „Glagolitische Messe" - Ein ge...

Helmut Christian Mayer

Nach der kalligraphischen Schrift des Kirchenslawischen ist die „Mša Glagolskaja“ („Glagolitische Messe")von Leoš Janáček, die festliche Messe für Soloquartett, Chor, Orchester und Orgel benannt. Darin wird der unbedeutende, winzige Mensch allen rauen unermesslichen Naturgewalten ausgesetzt und mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten konfrontiert. Er tritt einem gewaltigen, allen Dingen und Erscheinungen innewohnenden Gott entgegen. Das...