Die Walküre - Die Walküre

Informationen Beschreibung
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Allgemeine Informationen

  • Komponist :Richard Wagner
  • Librettist :Richard Wagner
  • Entstehungsjahr :1870
  • Entstehungsort :Deutschland
  • Anzahl der Akte :3
  • Original Sprache :Deutsch
  • Opernhaus der Original Produktion :National Hoftheater

Beschreibung des Werkes

Beschreibung Akt 1 Akt 2 Akt 3

Werkbeschreibung

Die Walküre stellt die Anbetung des romantischen Musikdramas schlechthin dar und Richard Wagner schenkt ihr die liebkosenden Worte. Kaum ist der Vorhang geöffnet übernimmt das Orchester die Führung. Gewitter, Inzest, göttlicher Zorn, nicht unterdrückbare Leidenschaft. Alles scheint schon in lebendigen Maßen zu gären, das folternde Schicksal der Helden wird angekündigt. Dank seines ständig beweglichen Kompositionsstiles, wo jedes Instrument jederzeit Teile der Tragödie übernehmen kann, gelingt es Wagner gleichsam durch seien Leitmotive zu sprechen, Worte oder Handlungen zu formen. Sie bewegen sich zwischen den Sängern, in deren Stimmen, werden umgebildet und entwickeln so das Drama. Die Walküre ist der zweiter Teil des Ring des Nibelungen ( Rheingold als Vorspiel, Siegfried und Götterdämmerung als weitere Tage) und die populärste und widersprüchlichste der Tetralogie, kurz gesagt, der ideale Einstieg in den Kessel Wagner und nicht mehr herauszukommen.

Inhalt

Ein Krieger irrt durch die Gewitternacht. Es ist Siegmund, gejagt von seinen Feinden. Nahezu ohnmächtig findet er Rettung in der Hütte Hundings und Sieglinde, die ihn für die Nacht aufnehmen. Schnell erkennt Siegmund in Sieglinde seine Zwillingsschwester und beide sind von einer verbotenen Leidenschaft übermannt. Am nächsten Morgen muss Siegmund mit  Hunding, dem brutalen Ehemann der jungen Frau kämpfen. Gott Wotan, Vater der Liebenden, schickt Brünnhilde in den Kampf. Diese soll auf Geheiss Frickas, der Schützerin der Ehe, Hunding bevorzugen und Siegmund fällen. Dem stellt sie sich entgegen.  Zerrissen zwischen Gehorsam, den Auftrag des Vaters zu erfüllen und der Gefühle für Siegmund entscheidet Brünnhilde im letzten Moment den jungen Helden zu beschützen, sodass Wotan selbst Hand anlegen muss. Dem Willen der Götter widersetzend hat Brünnhilde sich der härtesten Strafe ausgesetzt. Trotz all seiner Gunst für seine geliebte Tochter entzieht Wotan ihr ihre Gottheit und versetzt sie in tiefen Schlaf. Dann umgibt er die Jungfrau mit einem Feuerwall, den nur der Held, der das Fürchten nicht kennt, durchsteigen kann.

Akt 1

Verfolgt von seinen Feinden findet Siegmund im Gewitter entkräftet Rettung in den Händen Sieglindes - zwangsverheiratet mit dem Krieger Hunding. Durch seine Erzählungen gegenüber seinen Gastgebern gibt sich Siegmund Stück für Stück als Feind Hundings zu erkennen. Dieser gewährt ihm trotzdem Gastfreundschaft für die Nacht, aber fordert ihn für den Morgen zum Zweikampf. Hunding schläft, Siegmund und Sieglinde gestehen sich eine tiefe Leidenschaft, sobald der Frühling ins Haus einzieht entsteht eine inzestiöse Liebe, da sie in Wirklichkeit Bruder und Schwester sind. 

Akt 2

Siegmund und Sieglinde sind die Kinder des Gottes Wotan, geboren aus seiner Verbindung mit einer Sterblichen. Für Wotan stellt Siegmund die einzige Möglichkeit dar, den magischen Ring, der alle Mächte vereinigt, aus der Hand des Drachen zurückzugewinnen. Fricka, die betrogene  Ehefrau Wotans und Wächterin über die Ehe verschliesst nicht die Augen vor der Inzest Siegmund und Sieglindes und erzwingt von Wotan den Tod Siegmunds. Unfähig ihn selbst zu stürzen beauftragt er seine Tochter, die Walküre Brünnhilde Siegmund seinen  nahenden Tod zu verkünden.

Der Kampf zwischen Hunding und Siegmund beginnt. Trotz aller Achtung und ihres Auftrages Siegmund in diesem tödlichen Duell zu schlagen wagt Brünnhilde das Gebot des Vaters zu missachten und schützt Siegmund. Wotan tritt selbst dazwischen, getrieben von einer unsäglichen Wut über seine unfolgsame Tochter. Siegmund fällt sofort, mit einer einzigen Geste auch Hunding und Wotan bricht sofort zur Suche seiner unseligen Tochter auf, um sie zu bestrafen.

Akt 3

Die acht Walküren, unsterbliche kriegerische Jungfrauen, sammeln in einem wilden Ritt die Körper der für Walhall gefallenen Helden zusammen.

Vor ihrem Vater, trunken vor Zorn, gesteht Brünnhilde ihren Fehler ein. Sicherlich hat sie seinen Befehl missachtet und Siegmund geschützt, aber sie hat es aus Liebe und aus Überzeugung, dass es Wotans innerster  Wunsch sei, getan. In einer Szene voller Zärtlichkeit, bittet die Walküre um Verzeihung, aber das Schicksal hat entschieden. Der Gott wird der Walküre ihre göttliche Unsterblichkeit nehmen und sie so zu einer normalen Sterblichen machen. Versetzt in einem tiefen Schlaf, umgibt er sie mit einer mächtigen Feuersbrunst, die nur ein tapferer furchtloser Held durchschreiten wird. Der erschütternde Abschied Wotans führt zum Gipfel der Wagnerischen Schöpfung. 

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