Kolumnen zu folgendem Richard Strauss

Triest: Strauss "Elektra" mit archaischer, packender Wucht

Helmut Christian Mayer

Sofort zum ersten brutalen Schlag des Orchesters fällt der riesige, alles verdeckende und sich während des Einlasses blähende, goldene Vorhang jäh herunter. Er gibt den Blick auf einen angedeuteten, heruntergekommenen Palast frei. Erhöht auf der Hinterbühne spielt das Orchester, vorne ist die Spielfläche, wobei auch das Parkett miteinbezogen wird. Hier tritt Klytämnestra mit Fackelträgern und Gefolge über die Zuschauerreihen auf. So...


Graz: Strauss "Rosenkavalier" Verschmelzung von Zeit und Raum

Helmut Christian Mayer

„Die Zeit, die ist ein sonderbar‘ Ding“: Diese tiefsinnigen Worte von Hugo von Hofmannsthal aus dem „Rosenkavalier“ von Richard Strauss nimmt Philipp M. Krenn wörtlich und lässt in seiner Inszenierung am Grazer Opernhaus Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen. Er vermag dabei die Vergänglichkeit der Zeit mit dichten und turbulenten Mitteln zu darzustellen. So wird die ziemlich dekadent präsentierte Gesellschaft am Rande des...


Wien: Berliner Staatskapelle unter Thielemann mit edler Liedge...

Helmut Christian Mayer

„Und morgen wird die Sonne wieder scheinen“: Nach dem langen, wunderbar innig gespielten, einleitenden Violinsolo des Konzertmeisters ließ Julia Kleiter mit dem zu Herzen gehenden Lied „Morgen“ von Richard Strauss hingebungsvoll und feinsinnig ihren glockenreinem Sopran im Wiener Musikverein erklingen. Die deutsche Sopranistin interpretierte auch weitere, ausgewählte Orchesterlieder, Kleinode vom bayrischen Komponisten wie etwa...


Ein Rosenkavalier voller Glanz und Anmut in Berlin

Helmut Pitsch

Richard Strauss Der Rosenkavalier Festtage Staatsoper unter den Linden 31.3.2026 Ein Rosenkavalier voller Glanz und Anmut in Berlin „Auch zweier Menschen Werk kann ein Ganzes werden“ schrieb Hugo von Hofmannsthal zur Uraufführung von Richard Strauss Oper Der Rosenkavalier 1911, dessen meisterhaftes Libretto er verfasste. Die Zusammenarbeit der beiden gilt als die Erfolgreichste und Fruchtbarste der Musikgeschichte. Anlässlich der Festtage der...


Linz: Wiederbelebung zweier Raritäten von Strauss und Ullmann

Helmut Christian Mayer

Sie könnten nicht absurder sein, die beiden Gerichtsprozesse, die diese beiden komischen Opern thematisch verbinden: In „Des Esels Schatten“ von Richard Strauss, seiner letzten Oper (1947/49 Text von Hans Adler, nach dem Roman von Christoph Martin Wieland) geht es um die Bewohner der thrakischen Stadt Abdera, die berühmt für ihre Dummheit sein sollen. Ein Zahnarzt mietet einen Esel für einen Transport, doch stellt er sich angesichts der Hitze des Tages in...


Jubelsturm in München- Asmik Grigorian als Salome

Helmut Pitsch

Richard Strauss Salome Bayerische Staatsoper 1.3.2026 Jubelsturm in München- Asmik Grigorian als Salome Salome 2019 bei den Salzburger Festspielen- Es war ihr internationaler Durchbruch. In der gefeierten Inszenierung von Romeo Castelluci wurde Asmik Grigorian in der Titelrolle als ausdruckstarke Sängerin und Entdeckung des Jahres gefeiert. Die Litauerin wurde zum Star der Opernwelt mit ihrer kraftvollen, wandlungsfähigen Sopranstimme und einem ausgesprochenem...