Kolumnen zu folgendem Calixto Bieito

Paris - Siegfried - Vielleicht letzter Aufschrei eines Regieth...

Helmut Pitsch

PARIS/Bastille: SIEGFRIED - Neuinszenierung am 28. Januar 2026 Vielleicht letzter Aufschrei eines Regietheater-Apologeten?! Die Neuinszenierung des „Siegfried“ im Rahmen der Neuproduktion des „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner durch den Altmeister des Wagnerschen Regisseurstheaters Calixto Bieito ging mehr oder weniger im gleichen Stil weiter wie das szenisch und konzeptionell schon unbefriedigende „Rheingold“ und die...


Wien: Bizets „Carmen“ mit einem Don Josè in Topform

Helmut Christian Mayer

Kein Wunder, dass die Wiener Staatsoper wieder restlos ausverkauft ist. Denn immerhin ist Piotr Beczala für die Rolle des Don José in Georges Bizets „Carmen“ angesagt: Und er erfüllt sämtliche hohen Erwartungen. Der aus Polen stammende Ausnahmetenor ist in blendender Verfassung, in Topform, mit hoher Strahlkraft und Bühnenpräsenz ausgestattet und weiß alle Nuancen und Spitzentöne der Partie mühelos zu meistern. Besonders packend...


Bizets „Carmen“ an der Wiener Staatsoper: Musikalische Mittelm...

Helmut Christian Mayer

Vittorio Grigolo ist angesagt und die Wiener Staatsoper ist ausverkauft. Diesmal als Don José in Georges Bizets „Carmen“: Stimmlich in ausgezeichneter Verfassung und mit hoher Strahlkraft ausgestattet. Manchmal neigt er jedoch zu einigen manieriert wirkenden Eigenwilligkeiten, was Tempo und Dynamik betrifft. Auch seine Gestik wirkt teils überzogen. Überzeugend packend ist der italienische Tenor in der Schlussszene. Ihm zur Seite Vasilisa Berzhanskaya: Sie singt...


Große Stimmen mit lautem Geläut in der Wiederaufnahme von Bori...

Helmut Pitsch

Modest Mussorgski Boris Godunow Bayerische Staatsoper 17.1.2024 Große Stimmen mit mächtigem Geläut in der Wiederaufnahme von Boris Godunow in München Die wahre historische Handlung von Modest Mussorgskis Oper Boris Godunow um die Machtkämpfe im zaristischen Russland verlegt Calixto Bieito in die Jetztzeit und einen modernen Allgemeinplatz. Militar drangsaliert das Volk, Oligarchen rund um den Herrscher versuchen sich zu ihrem Vorteil zu positionieren, der...


Wagners "Tristan und Isolde": Wenn die Nacht der Liebe nur mus...

Helmut Christian Mayer

Andreas Schager ist ein Phänomen. Der österreichische Heldentenor schont sich bei der Wiederaufnahme von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ an der Wiener Staatsoper als Tristan von Anfang an nie und kann trotzdem auch noch seine Fieberträume im letzten Akt dieser im wahrsten Sinne mörderische Partie nach kraftvoll und mit scheints unerschöpflicher Energie und Kondition hörbar machen. Nur im zweiten Akt schwächelt er ganz minimal. Aber alle...


Mahler an der Wiener Staatsoper fragwürdig in Szene gesetzt

Helmut Christian Mayer

Von 1897 bis 1907 war Gustav Mahler Direktor der Wiener Hofoper (der Vorgängerin der jetzigen Staatsoper) und prägte wie kaum ein anderer das Haus am Ring. Er holte damals das Opernhaus in die Moderne. Der Schöpfer von grandiosen Symphonien hat leider selbst keine Oper geschrieben. Er kam über die Jugendversuche und Fragmente von „Die Argonauten“ und „Rübezahl“ nie hinaus. Und so kam der amtierende Operndirektor Bogdan Roscic auf die Idee,...