Kolumnen zu folgendem Antonio Pappano

Ljubljana Festival: 2. Mahler mit überwältigenden Tönen aus ei...

Helmut Christian Mayer

Da riefen aus weiter Ferne Trompeten zum „großen Appell“. Dann tönte wie aus einer anderen Welt ein einsamer Vogelruf der Piccoloflöte herüber. Hierauf intonierte vorerst a-cappella in gehauchtem, kaum hörbaren Misterioso der Chor erstmalig die Klopstock-Ode „Aufersteh’n, ja aufersteh’n“. Aber dann schwang sich in unaufhaltsamer Steigerung die Musik zu abgehobenen, sphärischen Höhen und monumentalen Klängen ins...


London Royal Opera House Covent Garden – Siegfried Neuinszenie...

Helmut Pitsch

London Royal Opera House Covent Garden – Siegfried NI 31.3.2026 Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner in der Regie von Barry Kosky ging mit dem Siegfried weiter. Oft fällt den Regisseuren nach Rheingold und Walküre zum Siegfried und seinen vermeintlichen Längen nicht mehr allzu viel ein. Wie er in einem Interview mit A. J. Goldmann aus München im Programmheft kundtut, wirkt Kosky dem mit folgender Ansicht und auch an diesem Abend wieder zu erlebenden...


Mutti schaut von draußen zu…Die neue Walküre in London

Helmut Pitsch

LONDON/Covent Garden: DIE WALKÜRE NI - am 14. Mai 2025 Mutti schaut von draußen zu… Nach einem von vielen als beeindruckend empfundenen Rheingold im Vorjahrging der neue Ring des Nibelungen am Royal Opera House Covent Garden in der Regie von Barrie Kosky und den Bühnenbildern von Rufus Didwiszus unter großen Erwartungen mit der Walküre weiter. So groß sie auch gewesen sein mögen, so wurden sie zumindest für einen, der die...


Ljubljana: London Symphony Orchestra unter Antonio Pappano: Mi...

Helmut Christian Mayer

Vilde Frang ist schon eine ganz Große ihrer Zunft. Denn die 38 Jahre alte, norwegische Geigerin ist vielfach preisausgezeichnet und spielt weltweit in renommierten Konzertsälen mit den besten Orchestern und Dirigenten. So auch jetzt im Cankar Center beim Ljubljana Festival. Unbestritten ist das Violinkonzert in b-Moll von Edward Elgar ein Meisterwerk der romantischen Klavierliteratur, das eine ebenso meisterhafte Interpretation verlangt, um seine beabsichtigte Wirkung...


Salzburger Osterfestspiele: Magische und monumentale Klänge be...

Helmut Christian Mayer

Die Streicher schienen aus dem Nichts zu kommen, so kaum hörbar zart erklangen sie. Mit „Requiem aeternam“ setzte dann ebenso sanft und innig der Chor ein: Ein geradezu magischer Beginn der „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi im Großen Festspielhaus bei den Salzburger Osterfestspielen. Jäh wurde man dann aufgerüttelt von scharfen, hineinfahrenden Schlägen des vollen Orchesters und wilden Aufschreien des auch sonst mit großer...


Salzburg: Accademia Santa Cecilia und Pappano reichhaltige, it...

Helmut Christian Mayer

„Es gibt keine einzige Note, die nicht von ihm stammt“, so beschreibt Luciano Berio selbst seine Bearbeitung des Stücks „La ritirata notturna di Madrid“ von Luigi Boccherini. Dabei wird die Annäherung und das Passieren einer Soldatenpatrouille in Madrid dargestellt. Es ist die gekonnt unterschiedliche, leicht ironisch wirkende Instrumentierung eines einzigen, eingängigen Themas, das sich zuerst im ständigen Crescendo immer mehr steigert, um dann...