Kolumnen zu folgendem Camilla Nylund

Grafenegg: Korngolds "Die tote Stadt" mit schwelgerischen Klängen

Helmut Christian Mayer

„Glück, das mit verblieb“: Mariettas Lied ist wohl der größte und populärste Hit aus Erich Wolfgang Korngolds Oper „Die tote Stadt“. Das Werk ist ein Geniestreich eines 23-Jährigen und war jetzt konzertant beim Grafenegg Festival im Wolkenturm zu erleben. Und diese anrührende Arie wirkt umso mehr, wenn sie so gesungen wird, wie von Camilla Nylund. Die gefeierte Sopranistin singt die Doppelrolle der Marietta und der Erscheinung der...


München - Viel Beethoven im Graben, wenig Fidelio auf der Bühne

Helmut Pitsch

Ludwig van Beethoven Fidelio Opernfestspiele München Bayerische Staatsoper 12.7.2026 München - Viel Beethoven im Graben, wenig Fidelio auf der Bühne Einsam sitzt Camilla Nylund, die Leonore dieser Wiederaufnahme von Ludwig van Bewthovens Fidelio am Nationaltheater auf der Bühne. Sie zitiert Jorge Luis Borges vor einem monströsen Stahlgerüst - Bühne Rebecca Ringst - mit verschiedenen Ebenen. Gestalten kriechen sus dem Orchestergraben, um dann nach...


Wagners „Die Walküre“ an der Wiener Staatsoper: Großes, emoti...

Helmut Christian Mayer

Gleich drei Rollendebüts gilt es bei der Wiederaufnahme von Richard Wagners Die Walküre an der Wiener Staatsoper zu vermelden. Am gespanntesten und neugierigsten war jenes von Michael Spyres erwartet worden. Und der US-amerikanische Tenor, schon an allen großen Häusern zu erleben, erweist sich als schönstimmiger und durchschlagskräftiger Siegmund mit tollen „Wälse“-Rufen und fast müheloser Höhe.  Besonders seine Mittellage...


Elektra elektrisiert in Wien

Helmut Pitsch

Richard Strauss Elektra Wiener Staatsoper 23.12.25 Elektra elektrisiert in Wien Übermächtig steht der ermordete Vater als zerstörtes Monument im Raum, genauso wie die Rache am Mord des Vaters. So monumental und innig ist die Regiearbeit von Harry Kupfer und das Bühnenbild von Hans Schavernoch aus 1989, daß sie bis heute nichts an Wirkung verloren haben. Zurecht hat die Gunst und Forderung des Publikums diese Inszenierung von Richard Strauss...


Wien: Strauss „Elektra“ wieder als packendes, archaisches Psyc...

Helmut Christian Mayer

Immer noch sehr beeindruckend ist die düstere Inszenierung von Harry Kupfer aus 1989 der „Elektra“ von Richard Strauss, die die vom Publikum ungeliebte Sichtweise von Uwe-Eric Laufenberg aus 2015 wieder ablöste. Immer noch beeindruckend ist dabei das Bühnenbild mit dem unteren sichtbaren Teil der Riesenstatue des Agamemnon, dessen abgeschlagener Kopf auf dem Boden liegt und unter der sich das Psychodrama von Gatten- und Muttermord nach dem kongenialen Text von...


Traditionell, optisch ästhetisch, ausdrucksvoll bebildert der ...

Helmut Pitsch

Richard Wagner Siegfried Teatro alla Scala Mailand 9.6.2025 Traditionell, optisch ästhetisch, ausdrucksvoll bebildert - der neue Siegfried in Mailand Ein großer Blasebalg, ein rauchender Schmiedeofen, eine echte Höhle als Behausung mitten im Wald, so erschließt sich der Beginn des neuen Siegfried dem Mailänder Publikum. Regie und Bühnenbilder dieser Neuinszenierung des Ring des Nibelungen am renommierten Teatro alla Scala verantwortet David...