Gespräche der Karmelitinnen - Dialogu...

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Allgemeine Informationen

Beschreibung des Werkes

Beschreibung Akt 1 Akt 2 Akt 3

Georges Bernanos schrieb 1947 das Drehbuch für einen Film, der nie gedreht wurde, basierend auf einer Novelle von Gertrud von le Fort “Die Letzte am Schafott“, die den tragischen Tod der Schwestern eines Klosters während der Französischen Revolution zum Inhalt hat. Francis Poulenc schrieb den Text mehrmals um und komponierte 1957 “Dialogues des Carmélites“, ein Werk, das er aus Dankbarkeit und Bewunderung den Komponisten Debussy, Monteverdi, Verdi und Mussorgski widmete. In diesem eigentümlichen Werk kommt die ganze Palette der menschlichen Gefühle in all ihrer Intensität zum Ausdruck. Angst und Mut, Zweifel und Vertrauen, Panik und Unbekümmertheit, Härte und Zärtlichkeitwerden mit grosser Kraft und Einfühlungsvermögen von meisterhafter Musik getragen, die stets mächtig und klar und keineswegs gekünstelt ist. Poulenc greift auf Leitmotive zurück, die von einer brillanten Instrumentierung getragen werden und mit Klarheit und Präzision jede Person der Handlung und ihre Empfindungen veranschaulichen, und somit an Wagner denken lassen.

Inhalt

Im Zuge der Französischen Revolution werden die Nonnen des Karmeliterklosters von Compiègne zum Tode unter der Guillotine verurteilt. Durch ihr Leben im Kloster erlebt Blanche de la Force, die ihren Lebtag lang von einer panischen Todesangst beherrscht war, eine grosse Veränderung. Sie lernt sich von dieser Angst zu befreien und steigt als Letzte aufs Schafott.

Akt 1

Das Karmelitinnenkloster von Compiègne nimmt zwei Novizinnen auf, Schwester Constance vom Heiligen Dionysius(Sopran), lebhaft und von sonnigem Gemüt und Schwester Blanche (Sopran) von der Todesangst Christi, die ruhelos, verletzlich, und von Todesangst besessen ist. Trotz ihres unterschiedlichen Charakters kommen sich die beiden näher, als sie die den Todeskampf der alten Priorin (Alt) miterleben.

Akt 2

Nach der Ernennung der neuen Priorin, Mutter Maria Theresa vom Heiligen Augustin (Sopran), kommt Blanches Bruder, der Chevalier de la Force (Tenor), um seine Schwester in Sicherheit vor dem Terror Regime zu bringen. Sie weigert sich, das Kloster zu verlassen, als ein Kommisar erscheint, um die Nonnen aus dem Konvent zu vertreiben.

Akt 3

Nachdem die Nonnen in der Klausur ein Gelöbnis abgelegt haben, gemeinsam den Märtyrertod zu sterben, und getragen von der Gnade ihres starken Glaubens, steigt eine nach der anderen aufs Schafott. Das von ihnen angestimmete Salve Regina wird nach und nach leiser. Plötzlich tritt Blanche, die sich heimlich aus dem Kloster geschlichen hatte, aus der Menge, und gesellt sich zu Constance, um mit ihr gemeinsam in den Tod zu gehen.

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