Kolumnen zu folgendem Tatjana Gürbaca

Hamburg: Nervöses Siviglia vor Beginn des kapitalistischen Zei...

Achim Dombrowski

Hamburgische Staatsoper Il Barbiere di Siviglia (Gioachino Rossini)  Premiere am 17.05.2026 besuchte Aufführung am 19.05.2026 Nach den aufregenden Opernprojekten unterschiedlicher Couleur in dieser ersten Spielzeit des Intendanten Tobias Kratzer in Hamburg nun ein Werk des Kernrepertoires der Opernhäuser weltweit: Rossinis Il Barbiere di Siviglia.  Zu einer neuen Sichtweise lädt u a ein Essay im Programmheft von Wolfgang M. Schmitt....


Les Troyens“ von Hector Berlioz in Graz: Musikalische Schönhei...

Helmut Christian Mayer

Es ist ein Schlüsselwerk der französischen Oper des 19. Jahrhunderts: „Les Troyens“ von Hector Berlioz.  Und es ist eine gewaltige Herausforderung für jedes Opernhaus, dieses aufzuführen. Denn die fünfaktige, gut fünfstündige Grand Opéra, die von der den Untergang Trojas erlebenden Kassandra aber auch von der unglücklichen Liebe Didos zu Aeneas in Karthago handelt, bedarf eines immensen Aufwands sowohl was...


Akribische Regie, vernetzt mit dem Sozialrealismus des Dramas ...

Ralf Siepmann

Jenůfa Leoš Janáček Besuch am 26. April 2024 Premiere am 18. April 2024 Deutsche Oper am Rhein Theater Duisburg Akribische Regie, vernetzt mit dem Sozialrealismus des Dramas und der Eigenart der Musik Jenůfavon Leoš Janáček, 1904 in Brünn uraufgeführt, ist nach Bedřich Smetanas Die verkaufte Braut, 1866 erstmals in Prag auf der Bühne, die am häufigsten aufgeführte tschechische Oper. Beide gründen im Milieu der...


Faszinierende Rollendebüts in Puccinis „Il trittico“ an der Wi...

Helmut Christian Mayer

„Nun bist du ein Engel im Himmel“:  Mit großer Innigkeit aber auch zu Herzen gehender Verzweiflung singt Elena Stikhina ihren Schmerz heraus, als sie im Kloster vom Tod ihres Kindes erfährt. Und auch sonst singt die Sopranistin bei ihrem Rollendebüt an der Wiener Staatsoper die Titelfigur aus „Suor Angelica“ mit weiter Ausdruckspalette und lyrischer Schönheit. Zuvor ist sie auch noch als wunderbar singende Giorgetta in “Il...


Wien: Puccinis "Il trittico" gefällt hauptsächich musikalisch

Helmut Christian Mayer

„Es ist schwer, glücklich zu sein“: Nicht immer als Ganzes, meist Fragmentarisch oft nur mit einem Wort, ist die auf der Bühne prangende Neon-Leuchtschrift zu erkennen. Wieviel braucht der Mensch, um glücklich zu sein? Das ist die essentielle Aussage von „Il trittico“ von Giacomo Puccini, der Neuproduktion an der Wiener Staatsoper, wo das Triptychon zuletzt vor etwa 40 Jahren zu sehen war. Ja, das Werk, das 1918 an der New Yorker Met ohne Beisein des...


Regiekonzept der Transformation ins Heute verfehlt die „Tinta“...

Ralf Siepmann

Simone Boccanegra Giuseppe Verdi Besuch am 19. März 2023 Premiere 28. Januar 2023 Aalto Musiktheater Essen Regiekonzept der Transformation ins Heute verfehlt die „Tinta“ des immer noch unterschätzten Werks Zwei Jahre nach La Traviata, der Krone in der Trias der Erfolgsopern in der mittleren Phase Giuseppe Verdis, bringt der Komponist mit Simone Boccanegra im März 1857 eine neue italienische Oper heraus. Nicht ganz unerwartet reagiert das...