Kolumnen zu folgendem Derek Welton

Elektra elektrisiert in Wien

Helmut Pitsch

Richard Strauss Elektra Wiener Staatsoper 23.12.25 Elektra elektrisiert in Wien Übermächtig steht der ermordete Vater als zerstörtes Monument im Raum, genauso wie die Rache am Mord des Vaters. So monumental und innig ist die Regiearbeit von Harry Kupfer und das Bühnenbild von Hans Schavernoch aus 1989, daß sie bis heute nichts an Wirkung verloren haben. Zurecht hat die Gunst und Forderung des Publikums diese Inszenierung von Richard Strauss...


Wien: Strauss „Elektra“ wieder als packendes, archaisches Psyc...

Helmut Christian Mayer

Immer noch sehr beeindruckend ist die düstere Inszenierung von Harry Kupfer aus 1989 der „Elektra“ von Richard Strauss, die die vom Publikum ungeliebte Sichtweise von Uwe-Eric Laufenberg aus 2015 wieder ablöste. Immer noch beeindruckend ist dabei das Bühnenbild mit dem unteren sichtbaren Teil der Riesenstatue des Agamemnon, dessen abgeschlagener Kopf auf dem Boden liegt und unter der sich das Psychodrama von Gatten- und Muttermord nach dem kongenialen Text von...


Salzburg: Purer Seemannsrealismus bei Wagners "Fliegender Holl...

Helmut Christian Mayer

Der Sturm heult enorm, auf großformatigen Projektionen brechen sich riesige Wellen, bühnenfüllende Segel blähen sich gewaltig, Matrosen turnen eifrig auf dem modernen Schiffsrumpf herum: Auf puren Seemanns-Realismus setzt Regisseur und Intendant Carl Philip von Maldeghem bei Richard Wagners Frühwerk „Der fliegende Holländer“ in der Salzburger Felsenreitschule. In dieser Neuinszenierung des Salzburger Landestheaters, das einmal jährlich...


Wagners „Parsifal“ an der Wiener Staatsoper: Szenische Zumutun...

Helmut Christian Mayer

Man kann es wenden, wie man will, aber eigentlich ist diese Inszenierung von Richard Wagners „Parsifal“ von Kirill Serebrennikov (auch für die komplette Ausstattung verantwortlich) aus dem Jahre 2021 an der Wiener Staatsoper, der jetzt traditioneller Weiseum die Osterzeit wiederaufgenommen wurde, eine Zumutung. Man versteht zwar, dass der russische Regisseur seine biografische Vorgeschichte hat: Er wurde von der russischen Justiz verfolgt, musste systembedingt viel...


Unterhaltsam frech und vielschichtig startet der neue Ring des...

Helmut Pitsch

Richard Wagner Das Rheingold Deutsche Oper Berlin 16.11.2021  Unterhaltsam frech und vielschichtig startet der neue Ring des Nibelungen in Berlin    In der Esche Stamm stößt Wotan Nothung das Schwert, das er gerade noch aus dem Souffleurkasten gerissen hat. Die Föten der Wälsungen Zwillinge Siegmund und Sieglinde schimmern durch den Blätterhimmel. So endet Rheingold, das Vorspiel zum neuen Ring des Nibelungen von Richard Wagner an der...


Eine gefeierte Inszenierung kehrt erfolgreich zurück Elektra i...

Helmut Pitsch

Wuchtig ist der Beginn im Orchestergraben, kraftvoll das Bühnenbild. Elektra klettert aus ihrem Versteck, einer verwitterten Kugel, den Globus symbolisierend, zu Füßen des übergroßen Denkmals ihres Vaters Agamemnon. Dieser wurde von seiner Frau, Elektras Mutter Klytemnestra im Bade hingerichtet. Die Rachegelüste der Tochter stehen im Mittelpunkt dieser bestialischen aber spannenden Familientragödie. Erst durch die Rückkehr des Tod geglaubten...