Elisir d’Amore - Junge Sänger trumphen in München auf

Xl_img_9615 © Geoffrey Schied

Gaetano Donizetti L'Elisir d’amore Bayerische Staatsoper 19.4.2026

L'Elisir d’amore Junge Sänger trumphen in München auf

Ein wahres Opernerlebnis und eine freudige Überraschung bietet die aktuelle Wiederaufnahme von L'Elisir d‘ amore von Gaetano Donizetti. Vom Hause wurde ein glückliches Händchen in der Besetzung bewiesen. Neben dem Routinier Ambrogio Maestri als gewitzten Dulcamara sind es die jungen Stars des Ensembles, die begeistern. Marina Monzo Ist eine Idealbesetzung für die freche kokette Adina, die erst ihre Liebe durch Irrungen erkennen muss. Junge Frische in Aussehen und Spiel paart sich mit einer perfekten Gesangstechnik in Koloraturen und Melodieführung. Makellos sitzen die Töne, fließend perlen ihre Läufe und Sprünge und es gelingen ihr auch emotionale Nuancen bis ins feinste Piani. Nicht minder ist die Vorstellung von Levy Sekgapane. Der Südafrikaner hat eine lyrische warme Belcantostimme. Ohne Ermüdung ist er präsent und spielt den Tolpatsch Nemorino mit sympathischer Natürlichkeit und humorvoller RaFfinesse. Thomas Mole wertet mit einer überzeugenden Leistung die Rolle des Belcore auf. Sein kräftiger sehr arioser Bariton klingt männlich draufgängerisch wie auch romantisch gefühlvoll. Iana Aivazion rundet als spritzig witzige Gianetta dAs Sängerensemble ab.

Nicholas Carter führt das Bayerische Staatsorchester mit viel Volumen, mitunter zu laut und zu wenig italienisch. Für die Sänger schafft er aber immer wieder Raum zur Entfaltung. Ein paar Unstimmigkeiten gibt es im Chor der Bayerischen Staatsoper zu Beginn, aber er findet sich wieder zum gewohnt hohen Niveau.

Die Inszenierung von David Bösch aus erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit beim Publikum. Die apokalyptische Stimmung mit bunten Luftballons, Feuerwerk und Bühnenmaschinerie aufgemuntert wird durch eine detailreiche Personenführung lebendig.

Großer Beifall im nahezu ausverkauften Haus

Dr. Helmut Pitsch

| Drucken

Mehr

Kommentare

Loading