Ein Maskenball - Un Ballo in maschera

Informationen Beschreibung
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Allgemeine Informationen

  • Komponist :Giuseppe Verdi
  • Librettist :Antonio Somma
  • Entstehungsjahr :1859
  • Entstehungsort :Italien
  • Anzahl der Akte :3
  • Original Sprache :Italienisch
  • Opernhaus der Original Produktion :Teatro Apollo

Beschreibung des Werkes

Beschreibung Akt 1 Akt 2 Akt 3

Verdi nahm die Ermordung des schwedischen Königs, Gustav III, der im Zuge eines Maskenballs einem Attentäter zu Opfer fiel, zum Anlass für dieses Werk, das für das Teatro San Carlo in Neapel bestimmt war. Der Maskenball entstand in Rom, und zwar dank der Willensstärke Verdis nach einer bewegten Schaffensperiode.

 

Mehrmals von der Zensur abgelehnt, und ebenso oft überarbeitet, basiert das Libretto von Antonio Somma auf dem Widerstreit der Gefühle, die den Monarchen plagen, sowie auf den Intrigen und Machtstreitereien am Hofe. Er verlegt das Geschehen jedoch nach Boston im 17. Jahrhundert. Die Oper ist ein Wechselspiel zwischen Tragödie und Burleske, zwischen Frohsinn und Verzweiflung, zwischen Leidenschaft und Drama, ein Werk getragen von Zynismus, Pessimismus und Enttäuschung; so  wie auf der Bühne die Festbeleuchtung über die Finsternis  des dramatischen Geschehens hinwegtäuscht.

Inhalt

Graf Richard, Gouverneur der Stadt Boston, wird von seinem Berater und Freund, René, vor einem politischen Komplott gewarnt. Aber Richards Gedanken sind auf den bevorstehenden Ball gerichtet, wo es ein Wiedersehen mit Amelia, der Ehefrau Renés, die er heimlich liebt, geben wird. Fasziniert von ihrem Ruf, will Richard die zauberkundige Wahrsagerin Ulrica aufsuchen, die ihm voraussagt, dass er durch die Hand eines Freundes sterben werde. Im Zuge einer eigenartigen, nächtlichen Zeremonie, erfährt Richard, dass seine Liebe zu Amelia auf Gegenseitigkeit beruht. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Als René von der Verbindung Amelias und Richard erfährt, will er seine Frau töten, um seine Ehre zu rächen. Er besinnt sich aber eines Besseren und schliesst sich den Verschwörern an, die eine günstige Gelegenheit suchen, um den Gouverneur zu ermorden. Amelia versucht vergebens, Richard vom Maskenball fernzuhalten, der ihm zum Verhängnis werden soll. Als das Fest auf seinem Höhepunkt ist, sticht René den Gegenspieler mit seinem Dolch nieder. Kurz vor seinem Tod, findet der Gouverneur jedoch noch die Kraft, René um Verzeihung zu bitten; und er schwört ihm, dass seine Frau ihm stets treu geblieben war.

Akt 1

Gaf Richard von Warwick (Tenor), der Gouverneur von Boston; ist insgeheim unsterblich verliebt in Amelia (Sopran), die Frau seines Freundes und Beraters René (Bariton). Er freut sich auf den Maskenball, zu dem alle geladen sind.

“Ha, welche hohe Wonne”

René informiert den Gouverneur, dass Tom und Samuel (beide Bässe) sich gegen ihn verschworen haben, während sich der junge Page Oskar (Sopran) für die Verteidigung von Ulrica, einer Hellseherin, die verbannt werden soll, einsetzt.

Fasziniert von ihrem Ruf, beschliesst Richard die Hexe unerkannt aufzusuchen.

Als Fischer verkleidet, und in der Höhle Ulricas versteckt, erfährt er aus dem Munde von Amelia selbst, dass diese leidenschaftlich in ihn verliebt ist. Sie beschwört Ulrica, ihr etwas gegen diese verbotene Liebe zu geben. Das Mittel gegen ihre Qualen ist ein Kräutlein, das erst nach Anbruch der Nacht gepflückt werden muss. Als Amelia fort ist, prophezeit Ulrica, dass Richard bald durch die Hand eines Freundes sterben werde.

Als René dazutritt, ergreift und schüttelt er zur Bregrüssung die Hand des Gouverneurs. Die Umstehenden machen sich über die Weissagung lustig als  sie den Gouverneur erkennen.

“Nur Scherze sind’s…”

Akt 2

Bei Anbruch des Abends begibt sich Amelia auf die Suche nach dem Heilkraut.

Richard überrascht sie und gesteht ihr seine leidenschaftliche Liebe.

“Duett: Ich bin dir nah“

Amelia, vor Liebe entbrannt, verbirgt sich hinter ihrem Schleier, als René plötzlich erscheint, um den Gouverneur vor den herannahenden Verschwörern zu warnen. Richard flieht, bittet jedoch seinen Freund, die Dame zurückzubegleiten, ohne deren Schleier zu lüften. Als die beiden Verschwörer, Samuel und Tom, René konfrontieren, wollen sie wissen, wer in seiner Begleitung ist. In dem darauffolgenden Handgemenge fällt der Schleier. Höhnend machen sich die Verschwörer über René lustig. Verblüfft über die offensichtliche Untreue seiner Frau und den vermeintlichen Verrat Richards, fordert er die Verschwörer zu einem Treffen am nächsten Morgen auf.

Akt 3

Bei sich zuhause und ausser sich vor Zorn, erklärt René seiner Frau, dass er sich an Richard rächen werde. Den Verschwörern kündigt er seine Unterstützung an, und das unerbittliche Schicksal macht ihn zum Vollstrecker des Planes, den Gouverneur zu ermorden.

Bevor er sich auf den Maskenball begibt, beschliesst Richard, auf seine Liebe zu verzichten, und will René und Amelia nach England zurückschicken.

“Wohl kaum im sich’ren Heime längst sie zur Ruh‘ – Doch heisst mich auch ein Pflichtgebot ”

Im Laufe des Abends begegnet Amelia dem Gouverneur und warnt ihn. Er weigert sich, den Ball zu verlassen und in einem verzweifelten und herzzerreissenden Abschiedsduett geben sie ein letztes Mal ihrer Liebe Ausdruck; in dem Augenblick sticht René zu. Sterbend vergibt Richard seinem Attentäter, gesteht seine Liebe zu Amelia und beschwört René, dass seine Frau unschuldig ist, und übergibt ihm den Geleitbrief.

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