Turandot - Turandot

Informationen Beschreibung
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Allgemeine Informationen

  • Komponist :Giacomo Puccini
  • Librettist :Giuseppe Adami
  • Entstehungsjahr :1926
  • Entstehungsort :Italien
  • Anzahl der Akte :3
  • Original Sprache :Italienisch
  • Opernhaus der Original Produktion :Teatro alla Scala di Milano.
  • Original Instrumentierung :3 flutes (3rd doubling piccolo),2 ob, engilish horn,2 cl, cl bass, 2 fag, 1 contr fag, 2 saxoph, 4 cors, 3 tpts, 3 pos, 1 tuba, Sue scène: 6 tpts, 3 pos, 1 tuba, percussion: timpani, cymbals, gong, a triangle, a snare drum, a bass drum, a tam-tam, a glock
  • Herausgeber :Ricordi

Beschreibung des Werkes

Beschreibung Akt 1 Akt 2 Akt 3

Werkbeschreibung

Das ist Musiktheater nach einem italienischen Schauspiel. Carlo Gozzi (1720-1806) zog die Aufmerksamkeit Puccinis auf die schreckliche und packende Geschichte der grausamen Prinzessin "Turandotte". Diese aufschreckende Geschichte hat bereits verschiedene Werke inspiriert, das Bedeutendste die Oper von Ferrucio Busoni 1917. Fasziniert von der fremdländischen Romantik einer Erzählung über das Mysterium der Liebe und des Todes, begann Puccini 1920 mit der Komposition. Trotz schwerer Zweifel über seine eigene kreative Kraft verfolgt er die Realisierung dieses Projektes. Eng begleitet er die Arbeit seiner Librettisten, denn er möchte etwas, das die Welt zum Weinen bringt. Hier entsteht die Rolle der Liu, Urtypus der kleine Frauen Puccinis. Liu, die junge Sklavin, die die reine Liebe bis zum Selbstmord vergegenwärtigt, verinnerlicht alle Charaktere einer bewegenden Heldin, deren Gebrechlichkeit und Anmut einen unwiderbringbaren Verlust darstellt. Sie ist die letzte Schwester von Mimi aus La Boheme und im Vertrauen und Naivität mit Madame Butterfly vergleichbar. Sie bildet einen bewussten Kontrast zur Kälte und Verbohrtheit der Turandot, eingemauert in ihrer neurotischen Frigidität. Ironie des Schicksals, der bewegende Tod von Liu sind die ersten Seiten, die von Puccini komponiert wurden und werden auch sein letzter Tod sein. Aus der Entstehungsgeschichte stammt folgende Überlieferung. Am Gipfel der Partitur mit dem Selbstmord der jungen Sklavin legt Arturo Toscanini den Stab nieder und erklärt dem Publikum: an dieser Stelle hat Giacomo Puccini seine Arbeit abgebrochen. Der Tod war an dieser Stelle stärker als die Kunst. Man fand am Sterbebett einige Skizzen für ein finales Duo, welches Anlehnung an das Duett aus dem zweiten Akt Tristan und Isolde, dem Meisterwerk von Richard Wagner zeigt. Der junge Franco Alfano wurde ausgewählt um das Ende soweit als möglich an den Vorlagen zu komponieren. Turandot gleicht einem Vermächtnis, welches einer glücklichen Verbindung aller kompositorischen Eigenschaften des Genies Puccini gleichkommt. Die Schwermütigkeit des Leiden, welche durch die komische Einlagen ausgeglichen werden. Die Intensität dieses doch intimen Dramas verfügt auch über den mystischen Charme des Morgenlandes. Die aufkeimende Atmosphäre der phantastischen Legenden sind Schlüsselstellen dieses Denkmals der Opernkunst. Puccini bringt die Musik zu grösster Expressivität. Sein Ehrgeiz war gegen Alles und Allem eine Oper der Melodie zu schaffen, welches ihm auch meisterhaft gelungen ist. Wer hat noch nie Nessun dorma gehört, die Arie die zum Symbol des Operngesangs aufgestiegen ist. Turandot, ein Werk geschaffen für das grosse Spektakel, verlangt eine Handvoll Sänger, welche es schaffen diese aussergewöhnliche chorale Kraft umzusetzen. Ausserdem braucht man grosse Stimmen und ein feinfühliges Orchester für das alte Peking und die despotische Gewalt der Prinzessin Turandot.

Inhalt

Peking zur Zeit der Legenden

Jeder, der sich um die Hand der Prinzessin Turandot bemüht, muss drei Rätsel lösen oder sterben. Prinz Calaf versteckt sich in der Stadt vor seinen Feinden, gemeinsam mit seinem Vater Timur, Anführer der geschlagenen Tartaren. Der alte Mann ist blind und wird aufopfernd von der Sklavin Liu gepflegt, welche in Liebe zu dessen Sohn Calaf ins Exil gefolgt ist. Liu und Timur versuchen Calaf, von der Schönheit der Prinzessin geblendet, abzuhalten, sich den Rätseln zu stellen. Calaf löst die drei Rätsel der grausamen Prinzessin, welche nunmehr versucht ihren Vater von der ungeliebten Hochzeit abzubringen. Calaf schlägt diesem nun einen neuen Pakt vor.  Sollte man seinen Namen vor Morgengrauen erfragen, wäre er bereit zu sterben. Um den Namen zu finden, schreckt die Prinzessin nicht davor zurück, die Sklavin Liu zu foltern. Um den Namen nicht preiszugeben findet diese Erlösung im Selbstmord. Calaf bietet Turandot sein Leben an, indem er seinen Namen nennt . In dem Moment erklärt Turandot, das sie den Namen des Fremden kenne "Sein Name ist Liebe".

Akt 1

Das Volk von Peking erwartet die Hinrichtung des persischen Prinzen, der an der Lösung der drei Rätsel gescheitert ist. Im Auflauf findet der Prinz Calaf seinen Vater Timur. Vom chinesischen Herrscher entthront, fristet er sein Exil in Peking, begleitet von der Sklavin Liu. Auf ein Lächeln des Prinzen hin, ist ihre Liebe zu ihm entbrannt und aus Liebe zu  Calaf ist sie mit ins Exil gegangen. Alle drei leben versteckt, um nicht von den Feinden gefasst zu werden. Calaf entflammt aufgrund der Schönheit für die Prinzessin Turandot ("Si profuma, di lei l'oscurita") und stellt sich den Rätseln. Liu und Timur gelingt es nicht ihn davon abzuhalten.

Akt 2

Die drei Mandarine Ping, Pong, Pang bedauern in aller Dekadenz das unglückliche Schicksal Chinas. Sie hoffen, dass am Ende die Prinzessin die Liebe findet und die Hinrichtungen aufhören ("non v'e in China"). Die Trompeten kündigen den Beginn der Rätselzeremonie unter dem Vorsitz der acht Weisen an ("Gravi, enormi ed impotenti"). Der alte Kaiser Altoum bedauert die Grausamkeit, die er seiner Tochter erlaubt hat ("Un giuramento atroce"). Turandot erscheint und erklärt, warum sie diese blutige Probe gesucht hat ("In questa Reggia"). Sie zieht Rache für eine Ahnin, die von einem Fremden getötet wurde. Calaf findet die Antworten auf die drei Fragen - Hoffnung, Blut und Turandot. Das Volk bricht in Jubel aus. Turandot aber bittet inständig ihren Vater vom Gelübde der Hochzeit frei zu lassen. Calaf will ihre Liebe und nicht ihre Unterwerfung gewinnen. So bringt er einen neuen Vorschlag. Findet sie seinen Namen vor Morgengrauen, ist er bereit zu sterben ("Tre enigmi m'hai proposto").

Akt 3

Niemand darf in Peking schlafen, alle sind aufgefordert, den Namen des Fremden zu finden. Calaf ist sich indessen seines Sieges gewiss ("Nessun dorma"). Ping, Pang, Pong versuchen den Prinzen mit allen Versuchungen zu bestechen. Timur und Liu, die man mit dem Fremden gesehen hat, werden aufgegriffen. Um Timur zu retten, gesteht Liu, dass nur sie den Namen des Fremden kennt ("Il nome che chercate"). Sie widersteht den Folterungen zum Unmut von Turandot, die nicht verstehen kann, woher ein solcher Mut entsteht ("Tanto amore segreto" - "Tu, che di gel sei cinta"). Um nicht den Namen preiszugeben, ersticht sich Liu mit dem Dolch eines Soldaten. Calaf erklärt sich Turandot mit seiner unerträglichen Betroffenheit. Er gibt ihr einen leidenschaftlichen Kuss, um die Gefühllose zu bekehren. Er unterwirft sich ihrer Gnade, indem er ihr seine Identität preisgibt. Nunmehr im Moment des Triumphes erklärt die Prinzessin ihrem Vater und dem erschienen Volk "Ich kenne den Namen des Fremden. Sein Name ist Liebe".  Das Volk feiert die beiden Liebenden.

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