Kolumnen zu folgendem Alexander Soddy

Elektra elektrisiert in Wien

Helmut Pitsch

Richard Strauss Elektra Wiener Staatsoper 23.12.25 Elektra elektrisiert in Wien Übermächtig steht der ermordete Vater als zerstörtes Monument im Raum, genauso wie die Rache am Mord des Vaters. So monumental und innig ist die Regiearbeit von Harry Kupfer und das Bühnenbild von Hans Schavernoch aus 1989, daß sie bis heute nichts an Wirkung verloren haben. Zurecht hat die Gunst und Forderung des Publikums diese Inszenierung von Richard Strauss...


Wien: Strauss „Elektra“ wieder als packendes, archaisches Psyc...

Helmut Christian Mayer

Immer noch sehr beeindruckend ist die düstere Inszenierung von Harry Kupfer aus 1989 der „Elektra“ von Richard Strauss, die die vom Publikum ungeliebte Sichtweise von Uwe-Eric Laufenberg aus 2015 wieder ablöste. Immer noch beeindruckend ist dabei das Bühnenbild mit dem unteren sichtbaren Teil der Riesenstatue des Agamemnon, dessen abgeschlagener Kopf auf dem Boden liegt und unter der sich das Psychodrama von Gatten- und Muttermord nach dem kongenialen Text von...


Die neue Walküre in Mailand - Sängerensemble triumphiert in äs...

Helmut Pitsch

Richard Wagner Die Walküre Teatro alla Scala 23.2.2025 Die neue Walküre in Mailand Sängerensemble triumphiert in ästhetisch ruhigen Bildern Mit einer Stunde Verspätung startet „Die Walküre“ an der Mailänder Scala. Günther Groissböck, Hunding der Neuinszenierung, erreicht seine Hütte, den Handlungsort des ersten Aktes aufgrund eines Autounfalls erst verspätet. Sehr konventionell, wenig inspiriert ist das...


Staatsoper Berlin: Glückliche Tage im Endspiel

Achim Dombrowski

  Staatsoper Unter den Linden Berlin   Fin de Partie Musik von György Kurtág  Text von Samuel Beckett Premiere 12. Januar 2025 Basierend auf seiner lebenslangen Faszination für das Werk von Samuel Beckett und nachhaltiger Ermutigung durch den Intendanten Alexander Pereira schuf György Kurtág  seine einzige Oper, die 2018 an der Scala in Mailand ihre Uraufführung erlebte. Zu diesem Zeitpunkt war der...


Wagners „Parsifal“ an der Wiener Staatsoper: Triste, hässliche...

Helmut Christian Mayer

Bei Richard Wagners „Parsifal“, der jetzt an der Wiener Staatsoper traditionellerweise um Ostern wiederaufgenommen wurde, sollte sich der Opernbesucher hauptsächlich auf die musikalische Seite konzentrieren und der herrlichen Musik lauschen und die triste Szene mehr oder weniger ignorieren. Denn Kirill Serebrennikov lässt in seiner Inszenierung aus 2021 das Bühnenfestweihspiel hauptsächlich einem hässlichen Gefängnis spielen. Man versteht zwar,...


Wiener Staatsoper: „Animal Farm“ von Alexander Raskatov : Manc...

Helmut Christian Mayer

„All animals are equal - but some of them are more equal than others”: prangt in riesigen, pinkfarbigen Neonlettern zum Finale auf der Bühne. Es ist das berühmt gewordene Zitat aus George Orwells Tierparabel „Animal Farm“, ein Klassiker aus 1945, das dieser als Satire über den damaligen Sowjetkommunismus und Stalin verstanden wissen wollte. Es handelt von der Genese einer mörderischen Diktatur, von Schweinen, die die Macht auf einem...