Kolumnen zu folgendem Franz-Josef Selig

Debussys "Pélleas et Mélisande" im Stream der Wiener Staatsope...

Helmut Christian Mayer

"Sobald wir etwas aussprechen, entwerten wir es seltsam": Gemäß diesem Ausspruch von Maurice Maeterlincks ist sein Drama Pelléas et Mélisande voller Rätsel. Er hat die Geschichte um Liebe und Eifersucht um eine rätselhafte Frau, die zwischen zwei Halbbrüdern steht, in ein kunstvolles Geflecht von Beziehungen, Sehnsüchten und Abhängigkeiten, Angst und Tod versponnen. Und er lässt viele Fragen offen: Etwa wer sie ist? Woher...


Staatsoper unter den Linden Claudio Monteverdi l'Incoronazione...

Helmut Pitsch

Politische und andere Orgasmen Wenn die neu gekrönte Kaiserin Poppea am Ende der Oper in dieser Inszenierung alleine an der Rampe steht, hat sie ihr Ziel zwar erreicht und ist sogar schon schwanger, sie blickt jedoch Nero nach, der innig umschlungen mit seinem Soldaten Lucano die Bühne verlässt. Sie ahnt ihr eigenes Schicksal – wenige Jahre später wird sie vom Kaiser verstossen und stirbt hochschwanger an den Folgen, so die historischen Quellen. Aber in dieser...