Kolumnen zu folgendem Daniel Johansson

Walküren als Gebärmaschinen und Kinder als Material in Doktor ...

Ralf Siepmann

Die Walküre Richard Wagner Besuch am 29. März 2026 Premiere Oper Köln Staatenhaus Deutz Walküren als Gebärmaschinen und Kinder als Material in Doktor Wotans Biolabor Leb wohl, du kühnes, herrliches Kind. Wotan nimmt nach langem Ringen Abschied von Brünnhilde, „Du meines Herzens heiligster Stolz“. In Richard Wagners Libretto wird sie in einen Ring von Feuer, das Loge entzündet hat, in tiefen Schlaf versetzt, zu dem die...


Tannhäuser: Des Sängers ideologiegetränkte Reise in ein dramat...

Ralf Siepmann

Richard Wagner Tannhäuser Besuch am 24. September 2022 in Essen (Premiere) Aalto-Theater Essen Des Sängers ideologiegetränkte Reise in ein dramaturgisches Debakel Alle Musikdramen von Richard Wagner nach Rienzi sind der Erlösungs- und Entsagungsthematik verpflichtet, bei Ausnahme des Lohengrin. Auch seine Romantische Oper Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Im Schlussbild des dritten Aufzugs stirbt Tannhäuser alias Heinrich von...


Berlin: Trilogie der System-Sprengerinnen

Achim Dombrowski

Deutsche Oper Berlin Der Schatzgräber Franz Schreker Premiere am  1. Mai 2022 Die Deutsche Oper Berlin kann mit ihrer Produktion der Oper Der Schatzgräber von Franz Schreker ihre Trilogie der System-Sprengerinnen erfolgreich abschließen. So bezeichnet der Regisseur Christoph Loy die schillernden Frauengestalten eines Opern-Zyklus aus Korngolds Wunder der Heliane (Premiere 2018), Zandonais Francesca da...


Royal Swedish Opera: Eine packende, hörenswerte „Tosca“ von P...

Helmut Christian Mayer

„E lucevan le stelle“: Die Sterne in Giacomo Puccinis „Tosca“ blitzen tatsächlich, als Cavaradossi auf seine Hinrichtung wartend unter Tränen von der Welt und seiner Geliebten hinreißend Abschied nimmt. Denn über die Bühne spannt sich ein leuchtender Sternenhimmel. Ansonsten gibt es außer einigen einnehmenden Lichtstimmungen und etwas Theaternebel in der Royal Swedish Opera keine Effekte und keine Kulissen, denn das Orchester sitzt...


Manfred Trojahn Orest - Griffige zeitgenössische Musikdramatik...

Helmut Pitsch

Zusammengekauert wirr im Geiste liegt Orest auf dem Boden. Die Bühne wirkt wie das bedrückende  Innere eines Schneckenhauses, ein geschwungener Gang verjüngt sich nach hinten ansteigend. Grau und schmucklos sind die Wände wie in einem Gefängnis, in dem sich der Titelheld in seinen Gedanken nach dem Mord an der Mutter befindet.  Marco Arturo Marelli führt Regie in dieser Neuinszenierung des 2011 uraufgeführten Werkes von Manfred Trojahn und ist...