Kolumnen zu folgendem Ain Anger

Wagners "Die Walküre" am ROH London auf Blu-ray Disc: Szenisch...

Helmut Christian Mayer

Man hat von Keith Warner in letzter Zeit durchaus Überzeugendes gesehen, etwa in Wien bei Mozarts „Don Giovanni“ oder bei Henzes „Elegie für junge Liebende“ jeweils am Theater an der Wien. Wenn sich der Regisseur dann noch dazu bekennt, sich seit seinem 14. Lebensjahr für Richard Wagner zu begeistern, dann mag es schon verwundern, mit welcher Einfallslosigkeit und von der Ausstattung teils Rätselhaftigkeit er „Die Walküre“ am...


Walküre Teatro Real Madrid - Verkommende Umwelt und dunkler Kr...

Helmut Pitsch

MADRID/TEATRO REAL: DIE WALKÜRE am 18. Februar 2020 Ein Jahr nach dem „Rheingold“ wurde am Teatro Real nun der „Ring des Nibelungen“ in der altbekannten Inszenierung von Robert Carsen in Zusammenarbeit mit Patrick Kinmonth aus den Kölner Jahren 2000-2003 mit der „Walküre“ fortgesetzt. Dieser „Ring“ lief dann ja auch 2010 bei der Welt-Ausstellung in Shanghai und in Venedig, wohl auch noch an anderen Orten. Der Regisseur...


Wagners "Lohengrin" an der Wiener Staatsoper: Trachtenmodensch...

Helmut Christian Mayer

„Es gibt ein Glück“: Zwei rote brennende Herzen aus einem Votivbild einer Wallfahrtskirche aus dem Eisacktal aus Südtirol hat man als Zwischenvorhang für den Szenenwechsel ausgewählt. Ein Bild von großer Symbolkraft, das auch im Hintergrund als kleines an der Wand hängt. Elsa trägt es, beinahe krampfhaft gehalten, öfters mit sich, sie glaubt daran und will das Glück festhalten. Ortrud wird jedoch nicht nur das Bild sondern auch das...


Walküren in geringer Drehzahl in München

Helmut Pitsch

Nach dem gelungenen Vorspiel setzen die Münchner Festspiele den diesjährigen Ringzyklus mit Walküre fort. Der Abend verspricht ein besonderes Highlight, kehrt ja der Münchner Startenor Jonas Kaufmann nach acht Jahren wieder als Siegmund auf die Bühne zurück. Damals an der Metropolitan Oper in New York wurde sein Rollendebüt gefeiert. Mit Liederabenden und grossen Open Air Konzertauftritten ist der Tenor zur Zeit neben den Opernauftritten sehr...


Rheingold eröffnet den Ringzyklus in München ein Abend der Prä...

Helmut Pitsch

Die diesjährigen Münchner Opernfestspiele sind in der zweiten Hälfte geprägt von einer Wiederaufnahme des Ring des Nibelungen, in der 2012 gestalteten Neuinszenierung von Andreas Kriegenburg. Szenisch ist das Regiekonzept des erfolgreichen deutschen Theaterregisseurs vom Gedanken des lebenden Theaters geprägt. Gegenstände werden von lebendigen Körpern geformt, der fliessende Rhein wird von rhythmisch schwingenden Statisten zu einer erkennbaren Wasserflut,...


Mehr Siegfried weniger Action für Münchens Ring des Nibelung

Helmut Pitsch

Andreas Kriegenburg hat sich für seine Inszenierung des Siegfried viel einfallen lassen, mancherorts zu viel. So grenzt sein erster Akt in Mimes Schmiede an unnötigen Klamauk mit übertriebenem Treiben der zahlreichen Statisten. Menschliche Körper als formbare Masse sind Bühne gestalterisches Konzept. So bewegen sich eine Masse von Körpern mit schwingenden Armen während der Ouvertüre auf das Publikum zu. Ist das nun der furchtbare Wurm in seiner...