Kolumnen zu folgendem Grosses Festspielhaus

Salzburg: Wiener Philharmoniker unter Herbert Blomstedt - Farb...

Helmut Christian Mayer

Das muss ihm erst einmal einer nachmachen: Mittlerweile ist er bereits 97 Jahre alt und steht bzw. sitzt er in seiner beispiellosen Karriere immer noch am Orchesterpult. Herbert Blomstedt ist und bleibt eben eine Ausnahmeerscheinung unter den sogenannten Pultstars: Völlig uneitel ist er zudem, stets bescheiden und ausschließlich dem Werk dienend.  Der gebürtige US-Amerikaner, Sohn schwedischer Eltern hat auch dieses Jahr noch einiges vor, denn es sind noch mehrere...


Großes Staraufgebot beim Galakonzert zum 50-jährigen Salzburge...

Helmut Christian Mayer

„Er ist der King of Opera“: So nannte ein sichtlich gerührter Rolando Villazón, der mit ansteckender Begeisterung auf Englisch den Abend moderierte, „unseren Mentor“ Plácido Domingo, dessen 50-jähriges Bühnenjubiläum es bei den Salzburger Festspielen zu Feiern galt. Hier debütierte er 1975 als Don Carlos und sang in 73 Opernaufführungen und vielen Konzerten. Der heute 84-jährige ist aber auch ein Ausnahmesänger,...


Salzburger Festspiele: Brahms „Ein deutsches Requiem“ - Eine ü...

Helmut Christian Mayer

"Ich bin noch ganz erfüllt von deinem Requiem, es ist ein ganz gewaltiges Stück, ergreift den ganzen Menschen… Der tiefe Ernst, vereint mit allem Zauber der Poesie wirkt wunderbar, erschütternd und besänftigend…“: Besser als Clara Schumann in ihrem Brief an Johannes Brahms kann man die Gesamtwirkung nicht beschreiben. Und in genau solchen vielschichtigen Emotionen Stimmungen erlebte man sein „Deutsches Requiem“ als erstes...


Salzburg: Tröstlich langsam zelebrierte Schönheit bei Brahms „...

Helmut Christian Mayer

Sehr überlegt hat Johannes Brahms den Text zusammengestellt. „Ein deutsches Requiem“ ist keinesfalls die deutsche Fassung des lateinischen Requiem-Textes, sondern eine musikalische Totenfeier, die quer steht zum liturgischen Modell. Ganz im Gegensatz zur traditionellen Bitte um Erlösung des Toten, steht bei Brahms der Mensch im Vordergrund, der Lebende, der Zurückgelassene. Er soll getröstet werden.  Auch hier schlug Andris Nelsons beim...


Zuviel Shirin Neshat zuwenig Aida und Verdi in Salzburg

Helmut Pitsch

Giuseppe Verdi Aida Salzburger Festspiele 23.8.2022 Zuviel Shirin Neshat zuwenig Aida und Verdi in Salzburg Shirin Neshat ist eine gefeierte anerkannte Künstlerin und Filmemacherin. Mit 17 aus ihrer Heimat dem Iran geflohen prägt nunmehr ihr Werk ihre Auseinandersetzung mit den aktuellen Vorgängen in ihrer Heimat aus ihrer persönlichen politischen Perspektive als auch Erfahrungen. Ihre poetischen Filme und Fotoarbeiten zumeist in schwarz weiß sind intim...


Il Trittico als abgeklärter Verismo in nüchternen Bildern in S...

Helmut Pitsch

Giacomo Puccini Il Trittico Salzburger Festspiele 29.7.2022 Il Trittico als abgeklärter Verismo in nüchternen Bildern Salzburg Ein besonderes Ansinnen verfolgte Giacomo Puccini mit seinem Projekt einen Opernzyklus zu schaffen, der an einem Abend ein tragisches (Il Tabarro – der Mantel) ein lyrisches ( Sour Angelica) und ein komisches Werk (Gianni Schicci) verbindet. 1918 wurde Il Trittico – das Tryptichon an der Metropolitan Opera in New York mit Erfolg...