„Philharmonic Five“ bei den Taggenbrunner Festspielen mit philharmonischen Seitensprüngen

Xl_philharmonics_five-taggenbrunn-5-23 © Helmut Christian Mayer

Es begann eigentlich ganz „harmlos“ klassisch, mit dem bekannten Klavierquintett op. 44 in Es-Dur von Robert Schumann. Bereits dabei zeigten die zwei Musikerinnen und die drei Musiker ihr großes Können. Hier waren sie jedoch nicht mit der absoluten Homogenität eines Ensembles zu hören und es schlichen sich auch doch einige Fehler ein.

Ganz anders nach der Pause, denn da waren sie vollkommen in ihrem Element: Denn „Philharmonic Five“ spannten im zweiten Teil ihres  Konzertes bei den Taggenbrunner Festspielen in der wunderbar renovierten Burg Taggenbrunn hoch oben über Sankt Veit an der Glan in Kärnten einen weiten Bogen verschiedenster Genres. Neben Arien aus Giacomo Puccinis „La Bohème“ (Arie der Musetta) und Georges Bizets „Carmen“ (Blumenarie) erlebte man das Chanson „La Bohème“ von Charles Aznavour und den Tango „Youkali“ von Kurt Weill. Und das alles in origineller sowie hinreißender Bearbeitung von ihrem Mastermind und Primgeiger Tibor Kovac. Er ist bei den Wiener Philharmonikern Stimmführer der zweiten Geigen. Neben ihm zeigten auch drei weitere Wiener Philharmoniker Lara Kusztrich (Violine), Elmar Landerer (Viola) und Edison Pashko (Cello) unterstützt von der Pianistin Adela Liculescu intensiven Ausdruck, mitreißende Vitalität gepaart mit höchster Virtuosität. Und schließlich ging mit der Eigenkomposition „Souvenir de Boheme“ von Tibor Kovac, der den Abend auch launig moderierte, dem „Danse macabre“ von Camille Saint-Saens sowie den Zugaben von Fritz Kreisler und jüdischen Liedern „die Post ab“ und mündete direkt in jubelnden Applaus und stehende Ovationen des Publikums!

Dr. Helmut Christian Mayer

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