Klagenfurt: Das Korngold Ensemble berührte bei Klassik im Burghof

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„Glück das mir verblieb“: Nach einer kurzen Einleitung erklang das eingängige Thema zuerst im Cello, dann in der Violine und wurde dann vom gesamten Ensemble raffiniert weitergesponnen. Ungemein berührend mit Gänsehautfaktor war „Mariettas Lied“, der Hit aus Erich Wolfgang Korngolds Oper „Die tote Stadt“ bei der letzten Matinee von Klassik im Burghof, wegen des unsicheren Wetters im Konzerthaus Klagenfurt, vom Korngold Ensemble in einem eigenen instrumentalen Arrangement zu erleben. Und weil es so schön war, wurde es als Zugabe nochmals wiederholt.

Aber Ludwig Müller und Peu Hsuan „Tiffany“ Wu (beide Violine), Cynthia Liao-Zottl (Bratsche), Jonás Kreijcí (Cello) und Catalina Butcaru (Klavier) reüssierten auch bei Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert KV 414 in einer Kammerversion vom Komponisten selbst. Mit Frische, Leichtigkeit, ja Fröhlichkeit wurde es musiziert. Die Pianistin gefiel als Solistin mit luftigen, durchhörbaren Tönen und perlenden Läufen. Reich an Farben und tiefem Ausdruck, aber auch mitreißendem Feuerin den beiden letzten Sätzen hörte man dann noch das Klavierquintett op. 34 von Johannes Brahms. Heftiger Applaus!

Für 2022 ist wieder ein hochkarätiges Programm geplant. Einiges davon wurde bereits verraten: So werden Starpianist Igor Levit, Margarita Gritskova, Sopranistin der Wiener Staatsoper, Tenor Zurab Zurabishvili, Martin Traxl, Erwin Steinhauser u.v.m. im Burghof auftreten.

Dr. Helmut Christian Mayer

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