Wichtige Rollendebüts und zahlreiche choreografische Uraufführungen in der Saison 20/21 in Zürich

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Wichtige Rollendebüts und zahlreiche choreografische Uraufführungen in der Saison 20/21 in Zürich

 

Die Premierensaison startet am 20. September mit Modest Mussorgskis «Boris Godunow». Die Besetzung wird angeführt durch Michael Volle, der ein weiteres wichtiges Rollendebüt in Zürich feiert. Abermals zeichnet der Regisseur Barrie Kosky für die Eröffnungspremiere verantwortlich. Ein weiteres wichtiges Rollendebüt begeht der international gefeierte Bariton Christian Gerhaher. In «Simon Boccanegra» wird er im Dezember auf der Zürcher Bühne zu erleben sein. Abermals arbeiten Andreas Homoki und Fabio Luisi gemeinsam an dieser Verdi-Neuproduktion. Der Tenor Saimir Pirgu begeht sein Rollendebüt als Dichter in Jacques Offenbachs letzter Oper «Les Contes d’Hoffmann». Andreas Homoki übernimmt die Regie dieser Neuproduktion.

Das Klang-Raum-Erlebnis «Amerika» des polnisch-israelischen Komponisten Roman Haubenstock-Ramati wird in Zürich zum dritten Mal nach seiner Uraufführung 1966 inszeniert werden. Für den kühnen Musiktheaterentwurf mit Legendenstatus übernehmen Sebastian Baumgarten und Gabriel Feltz die Regie und die musikalische Leitung. Mit dem selten aufgeführten Barockwerk «L´Olimpiade» von Giovanni Battista Pergolesi stellt sich der ungarische Schauspiel- und Musiktheaterregisseur David Marton dem Schweizer Publikum vor. Mit Vivica Genaux und Anna Bonitatibus konnte eine hochkarätige Besetzung gewonnen werden. Ottavio Dantone steht für diese Produktion am Pult des Orchestra La Scintilla. Mit «Orphée et Euridice» von Christof Willibald Gluck kehren Christoph Marthaler und Anna Viebrock nach Zürich zurück. Stefano Montanari, einer der interessantesten Dirigenten und Barockgeiger der jüngeren Generation, leitet das Orchestra La Scintilla. 

Für «Capriccio» von Richard Strauss zeichnet der Regisseur Christof Loy verantwortlich. Julia Kleiter debütiert als Gräfin Madeleine abermals am Opernhaus Zürich. Ihr zur Seite stehen u.a. Christof Fischesser, Markus Eiche und Paula Murrihy. Markus Poschner dirigiert diese Koproduktion mit dem Teatro Real Madrid. Eine neue «Lucia di Lammermoor» wird mit der amerikanischen Sopranistin Lisette Oropesa die Zürcher Opernbühne betreten. Als ihr Geliebter Edgardo wird Piotr Beczała ans Opernhaus zurückkehren. Die Regisseurin Tatjana Gürbaca und die Dirigentin Speranza Scapucci stellen das Leitungsteam. Die Uraufführung einer Familienoper präsentiert das Opernhaus mit dem Auftragswerk «Alice im Wunderland». Das Auftragswerk stammt von dem italienischen Komponisten Pierangelo Valtinoni. Die Regie übernimmt Nadja Loschky.

Weitere Höhepunkte am Opernhaus Zürich sind auch die zahlreichen Wiederaufnahmen mit Publikumslieblingen, vertrauten und neuen Stimmen. Diana Damrau gibt erneut die schottische Königin Maria Stuarda. Cecilia Bartoli bleibt dem Haus als Alcina treu. Maria Agresta, Quinn Kelsey und Bryan Hymel bilden abermals den Cast von «I vespri siciliani», gleich tun es ihnen Annette Dasch und Pavol Breslik in «Die Csárdásfürstin» sowie Angelika Kirchschlager und Bryn Terfel in «Sweeney Todd». Vannina Santoni wird ihr Hausdebüt als Manon geben, währendBenjamin Bernheim nach seinem grossen Erfolg in Paris nun auch in Zürich den Chevalier des Grieux singen wird. Marcelo Álvarez begeht sein Don Carlo-Rollendebüt. Ekaterina Semenchuck (Eboli), Tatiana Serjan (Elisabetta), Vitalij Kowaljow (Filippo) und Simon Keenlyside (Rodrigo) ergänzen die herausragende Besetzung dieser Wiederaufnahme. Die Musikalischen Leiter am Pult der Philharmonia Zürich in der kommenden Saison sind u.a. Fabio Luisi, Giovanni Antonini, Enrique Mazzola, Riccardo Minasi, Marco Armiliato und Sir Mark Elder.

Das Ballett Zürich eröffnet die Saison 2020/21 mit der choreografischen Uraufführung von «Dornröschen»: Nach dem «Nussknacker» inszeniert Christian Spuck einen weiteren Ballettklassiker zur Musik von Tschaikowski. Zwei Uraufführungen von Louis Stiens und Jo Strømgren, Hauschoreograf des Norwegischen Nationalballetts, bringt der kontrastreiche dreiteilige Ballettabend «Balcão de Amor», benannt nach dem pulsierenden Stück des israelischen Choreografen Itzik Galili. Einen ganzen Abend voller neuer Werke zeigt zudem das Junior Ballett mit «Impulse» und für sein bildgewaltiges Erzählballett «Peer Gynt» kehrt der slowenische Choreograf Edward Clug mit einem besonderen Tanzerlebnis nach Zürich zurück. Wiederaufgenommen werden «Anna Karenina» von Christian Spuck, dessen 2019 mit dem «Prix Benois de la Danse» ausgezeichnete Inszenierung «Winterreise» sowie der Ballettabend «Bella Figura» mit vier bahnbrechenden Choreografien von Jiří Kylián.

Unter der Leitung des Generalmusikdirektors Fabio Luisi wird neben einem Konzert mit Werken von Johannes Brahms und Franz Schmidt der begonnene Beethoven-Zyklus mit der italienischen Pianistin Beatrice Rana fortgeführt. Im Mai 2021 beschliesst Luisi mit Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 9 seine Konzertsaison. Gianandrea Noseda, der das Amt des Zürcher GMDs ab der Saison 2021/22 übernehmen wird, gibt mit dem «Deutschen Requiem» von Johannes Brahms im Februar 2021 einen weiteren Vorgeschmack auf seine Amtszeit. Die Tradition der historisch informierten Aufführungspraxis wird vom hauseigenen Ensemble Orchestra La Scintilla und dem Dirigenten und Violinisten Riccardo Minasi gepflegt.


Die Reihe der konzertanten Aufführungen setzt das Opernhaus mit Rossinis «La donna del lago» fort. In der Spielzeit 2020/21 präsentieren sich Starsolistinnen und -solisten wie Anja Harteros, Bryn Terfel, Juan Diego Flórez und Jonas Kaufmann mit Liederabenden.
 

 

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