Die Italienerin in Algier - L’italian...

Informationen Beschreibung
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Allgemeine Informationen

  • Komponist :Gioacchino Rossini
  • Librettist :Angelo Anelli
  • Entstehungsjahr :1813
  • Entstehungsort :Italien
  • Anzahl der Akte :2
  • Original Sprache :Italienisch
  • Opernhaus der Original Produktion :Teatro san Benedetto

Beschreibung des Werkes

Beschreibung Akt 1 Akt 2

Stendhal hat sicher die besten Worte gefunden, um Die Italienerin von Algier einzuordnen; er beschreibt sie als eine “organisierte und vollkommene Verrücktheit“. Und wahrhaftig zeigt sich Rossini in dieser Burleske als Zeremonienmeister, der alle Fesseln sprengt. Diese surrealistische Farce ist eine Kreuzung von Italienischer Oper mit Dadaismus und der Rhythmus der beiden Akte nimmt Ähnlichkeiten mit den Filmen Chaplins oder Buster Keatons voraus. Das Konzert voller Lautmalereien (ding-ding, tick-tack, kra-kra, bum-bum) im Finale des ersten Aktes, reisst mit wie ein Orkan, und sucht Seinesgleichen.Die Arien Isabellas und ihres Geliebten Lindoro sind dagegen voller Zärtlichkeit; außerdem trägt das WerkZüge von Patriotismus, was die Gemüter des venezianische Publikum der damaligen Zeit erhitzte. Von der Ouverture an herrscht eine Atmosphäre der Leichtigkeit, die den Zuschauer auf die Handlung voller Komik einstimmt. Zu guter Letzt noch ein Detail, das vieles erklärt: Rossini hat Die Italienerin in Algier in nur zwanzig Tagen komponiert.

Inhalt

Mustafa, der Bey von Algier, ist seiner Frau Elvira überdrüssig, und ist auf der Suche nach einer neuen. Elvira will er seinem Sklaven Lindoro anbieten. Dieser hat jedoch andere Pläne: er will aus der Gefangenschaft fliehen und nach Italien zurückkehren, wo seine Verlobte Isabella auf ihn wartet. Aber Isabella hat sich selbst auf die Reise nach Algier begeben und ihr Schiff strandet. Sie lässt sich nicht leicht beirren und in kürzester Zeit macht sie sich Mustafa untertan und zwingt ihm ihren Willen auf. Das Treffen der beiden ist zu komisch. In der Begleitung von Taddeo, der sie auch anhimmelt und den sie als ihren Onkel ausgibt, macht sich Isabella ans Werk: sie will Lindoro befreien und mit ihm nach Italien zurücksegeln. Sie macht Mustafa schöne Augen, und verleiht ihm sogar den Titel “Pappataci“ (iss und schweig), sie ruft den Patriotismus in den italienischen Matrosen wach, macht die Wachen des Bey betrunken, und schafft es, mit Lindoro die algerische Küste hinter sich zu lassen. Mustafa muss ihr versprechen, seiner Frau treu zu bleiben und nie mehr einer Italienerin nachzustellen.

Akt 1

Mustafa, der Bey von Algier, ist seiner Frau Elvira überdrüssig  und will sie mit seinem italienischen Sklaven verheiraten. Dieser jedoch veryehrt sich nach seiner Geliebten, der schönen Isabella, die er in Italien zurücklassen musste.

Als ihr Schiff von einem Sturm an die Küste Algiers getrieben wird, inszeniert sie einen grossartigen Auftritt. Gefolgt von ihrem Bewunderer Taddeo, den sie als ihren Onkel ausgibt, beklagt sie ihr Schicksal, versteht es jedoch meisterhaft, ihre Gesetze und Regeln einzuführen, besonders den Männern gegenüber, die sie, wie sie stolz verkündet, zu zähmen versteht.

Cruda sorte” (Cavatine Isabella Szene 4)

Als sie auf Lindoro trifft, der als Gefangener im Serail von Mustafa weilt, ist sie überglücklich. Der Bey ist von Isabellas Charm betört, und sie beginnt sofort, ihn zärtlich zu manipulieren. Er will sie auf der Stelle zu seiner Frau machen. Isabella jedoch will ihn dazu bringen, bei seiner Frau zu bleiben und ihr den Sklaven Lindoro zu überlassen. Die Verwirrung ist grenzenlos.

Confusa e stupida” (Septett)

Akt 2

Als der Bey von Algier, Taddeo, den vermeintlichen Onkel Isabellas zum “Kamaikan“ ernennt, erweist Isabella Mustafa die Ehre und verleiht ihm den Titel  “Pappataci“, was nichts anderes bedeutet, als “iss und schweig“. Nachdem sie ihren Plan ausgeheckt hat, ruft die schöne Italienerin voll Zärtlichket die Erinnerungen an ihren Geliebten Lindoro wach.

Die Abreise der Liebenden steht kurz bevor: Isabella weckt den Patriotismus der italienischen Matrosen, macht de Leibgarde des Bey betrunken und als Mustafa endlich feststellt, dass er überlistet wurde, sind seine Gefangenen bereits an Bord und auf dem Weg nach Italien.

Mustafa gesteht sich seine Niederlage ein, bittet seine Frau um Verzeihung, gibt Isabella und Lindoro seinen Segen und schwört vor allen seinen Göttern, dass er niemals wieder etwas mit einer Italienerin zu tun haben wolle.

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