Allgemeine Informationen
- Titel der Produktion:Passion - Salzburger Festspiele 2026
- Jahr der Kreation:23.07.2026
- Werk - Komponist:Passion - Pascal Dusapin
- Opernhaus aktualisiert:Kollegienkirche
Beschreibung
Konzertante Aufführung.
Mit Sarah Aristidou (Lei) und Georg Nigl (Lui) sowie dem Vokalensemble Schola Heidelberg – bestehend aus Einat Aronstein (Sopran), Coco Lau (Sopran), Julie Catherine (Alt), Daniel Tepper (Tenor), Luciano Lodi (Bass) und Matthias Horn (Bass), einstudiert von Ekkehard Windrich.
Die Salzburger Festspiele 2026 widmen sich Themen wie Innerlichkeit, Zeit, Erinnerung, Schuld, Versöhnung und der Kraft des Herzens; das Programm erkundet die Grenzen zwischen Selbst und Anderem, Vernunft und Emotion sowie der inneren und äußeren Welt.
Die Salzburger Festspiele präsentieren Pascal Dusapins Passion, ein intensives Musiktheaterwerk, das zugleich reduziert und leidenschaftlich ist. Das 2008 uraufgeführte und hier in einer konzertanten Fassung in der Salzburger Kollegienkirche unter der Leitung von Franck Ollu (der das Werk bereits 2012 an der Brüsseler La Monnaie dirigierte) dargebotene Stück entfaltet eine Klanglandschaft, in der die Spannung beinahe regungslos verharrt – gleichsam gehalten in einem ununterbrochenen Atemzug –, während unter dieser scheinbaren Zurückhaltung Begehren, Schmerz, Angst und der Impuls der Liebe aufeinanderprallen.
Das Werk lehnt sich lose an den Mythos von Orpheus und Eurydike an, doch Dusapin verschiebt dessen Konturen und schafft weit mehr als eine bloße Neuinterpretation. Die beiden Protagonisten, Lei (Sarah Aristidou) und Lui (Georg Nigl), sind nicht einfach nur übertragene mythologische Figuren; sie werden zu Gesichtern einer Beziehung im steten Wandel, eines Paares, das zwischen den gegensätzlichen Kräften von Annäherung und Auseinanderdriften hin- und hergerissen ist. Das Stück ist als Abfolge von zehn miteinander verknüpften Abschnitten strukturiert – ein ununterbrochener dramatischer Fluss, in dem sich Emotionen in aufeinanderfolgenden Bewegungen entfalten, ohne je eine vollständige Auflösung zu finden. Pascal Dusapins Musik, subtil durchdrungen von Anklängen an Monteverdi und die Welt des Barock, löst sich dennoch daraus und behauptet eine unverwechselbare eigene Stimme. Sie sucht nicht nach Grandiosität, sondern nach einer Form von beinahe spiritueller Konzentration. In Salzburg verspricht diese Passion die Qualität einer dramatischen Meditation – ein Werk, in dem das gesprochene Wort ständig an der Schwelle zur Stille zu schweben scheint, eingebettet in eine Struktur aus verfeinerten Klangfarben, inneren Spannungen und einer spröden Schönheit.
Weitere Informationen sind auf der offiziellen Website des Festivals verfügbar.
Spielplan
Donnerstag, 23. Juli 2026, 20:30 Uhr
Besetzung
Figuren im Stück
Dirigent
Lei
Lui

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