Kolumnen zu folgendem Eve-Maud Hubeaux

Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ in Lyon: Ein schmuddeliger, ve...

Helmut Christian Mayer

Es beginnt und endet mit einem großen Spiegel am Ende eines schäbigen, abgewohnten, grünen Ganges mit sechs Türen. Diese Türen öffnen und schließen sich ständig. Denn drei Frauen, es sind die Verflossenen des Titelhelden, davon ein Transvestit, aber auch zwei ältere und ein schwules Pärchen rennen ständig scheinbar sinnlos herum oder kriechen am Boden. Durch die Drehbühne gibt es immer wieder Einblicke in schmuddelige...


"Don Carlos" im Stream der Wiener Staatsoper: Im Labyrinth der...

Helmut Christian Mayer

Auf einer großen Leinwand wird von einer TV-Reporterin reißerisch die Ankunft des spanischen Königs samt Gefolge angekündigt. Der König erscheint und schreitet über die Feststiege in die Proszeniumsloge. Zusammengebundene Gefangenen werden von Schergen durch die Vorräume und die Gänge geprügelt. Die Ketzerverbrennung des Autodafé wird zum platten Medienspektakel: Diese provokanten Teile der Inszenierung des französischen „Don...


"Oedipe" von George Enescu bei den Salzburger Festspielen: Mit...

Helmut Christian Mayer

Wie zu Beginn, wenn sich Klein-Ödipus als Riesenbaby nackt am Boden räkelt, verwandelt sich zum Finale der sterbende, nackte König zurück in ein strampelndes Kind und legt sich in Embryo-Stellung auf den Boden, während die Bühne und die Arkaden der Felsenreitschule mit friedvollen Regenbogenfarben überzogen werden: Der Kreis hat sich geschlossen und der Schuldlose hat als dem Schicksal unterworfener Spielball der Götter seine Schuld getilgt. Ein...