Die Frau ohne Schatten - Festival d'Aix-en-Provence 2026 - Die Frau ohne Schatten - Festival d'Aix-en-Provence 2026, Barrie Kosky

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Xl_avatar © Die Frau ohne Schatten - Festival d'Aix-en-Provence 2026

Allgemeine Informationen

Beschreibung

Eine Neuproduktion für das Festival von Aix-en-Provence 2026 im Grand Théâtre de Provence
In Koproduktion mit La Monnaie / De Munt und der Griechischen Nationaloper

In Richard Strauss’ Oper Die Frau ohne Schatten ist die Gemahlin des Kaisers eine „Tochter des Geisterreichs“. Durch ihre Heirat hat sie zwar einen Großteil ihrer übernatürlichen Kräfte eingebüßt, ist aber unsterblich geblieben; als solche wirft sie keinen Schatten – ein Fehlen, das zugleich ihre Unfähigkeit symbolisiert, Kinder zu gebären. Sie muss jedoch binnen drei Tagen einen Schatten erlangen, andernfalls wird der Kaiser zu Stein erstarren und sie selbst dazu verdammt sein, in das Geisterreich zurückzukehren... Getrieben von der Sehnsucht, die hohle Unsterblichkeit hinter sich zu lassen und durch das Schenken von Leben zu einem Wesen aus Fleisch und Blut zu werden, begibt sie sich in die Welt der Sterblichen, um den Schatten einer Färbersfrau zu gewinnen.

Für diese Neuproduktion beim Festival von Aix-en-Provence 2026 lotet Regisseur Barrie Kosky die ganze Vielschichtigkeit von Strauss’ Oper aus, die sich zwischen Märchen und einem von Prüfungen geprägten Initiationsweg bewegt. Er gliedert die Inszenierung in zwei Welten: einerseits das Reich des Kaisers und der Kaiserin (Michael Spyres und Vida Miknevičiūtė) – hier assoziiert mit einer abstrakten, unbewussten Totenwelt –, andererseits die reale Welt des Färbers und seiner Frau (Brian Mulligan und Ambur Braid), die unsere eigene alltägliche Realität widerspiegelt.

Die Frau ohne Schatten zeichnet so die Wege dieser beiden Paare nach – das eine verzweifelt auf der Suche nach Nachwuchs, das andere der Aussicht darauf eher ambivalent gegenüberstehend. Es entfaltet sich eine Initiationsreise, in deren Mittelpunkt Liebe, Vergebung, die Suche nach der Seele und die Weitergabe von Weisheit zwischen den Generationen stehen. Um diese Interpretation lebendig werden zu lassen, setzt Barrie Kosky auf die theatrale Ambivalenz des Werks: Die beiden Welten prallen aufeinander – in einem Wechselspiel zwischen häuslichem Realismus und wach erlebtem Albtraum –, sodass das Publikum kaum noch zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden kann, während sich zugleich die emotionale Bindung zu den vier Hauptfiguren vertieft.

Bereichert wird die Produktion durch die musikalische Leitung des jungen Dirigenten Klaus Mäkelä; obgleich er im Konzertsaal bereits vielfach gefeiert wurde, gibt er hier am Pult des Orchestre de Paris sein eigentliches Operndebüt.

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website des Festivals.

Übertragungen: Die Produktion wird für eine Live-Übertragung am 9. Juli 2026 um 19:00 Uhr auf arte.tv aufgezeichnet; es folgt eine Radioübertragung am 13. Juli um 20:00 Uhr auf France Musique, bei EBU-Mitgliedssendern, auf Francemusique.fr sowie in der Radio France-App.
 

Spielplan

Freitag, 03. Juli 2026, 19:00 Uhr

Montag, 06. Juli 2026, 19:00 Uhr

Donnerstag, 09. Juli 2026, 19:00 Uhr streaming

Sonntag, 12. Juli 2026, 19:00 Uhr

Mittwoch, 15. Juli 2026, 19:00 Uhr

Besetzung

Barrie Kosky

Klaus Mäkelä

Michael Spyres

Vida Miknevičiūtė

Nina Stemme

Brian Mulligan

Ambur Braid

Tomasz Kumiega

Daniel Mirosław

Robert Lewis

Jean-Sébastien Bou

Ella Taylor

Héloïse Mas

Figuren im Stück

Regisseur

Dirigent

Der Kaiser/L’Empereur

Die Kaiserin/L’Impératrice

Die Amme/La Nourrice

Barak

Die Färberin/La Teinturière

Der Einäugige/Le Borgne

Der Einarmige/Le Manchot

Der Bucklige/Le Bossu

Der Geisterbote/Le Messager

Die Stimme des Falken/La voix du faucon

Eine Stimme von oben/Une voix d'en haut

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