Allgemeine Informationen
- Titel der Produktion:Die Frau ohne Schatten - Festival d'Aix-en-Provence 2026, Barrie Kosky
- Jahr der Kreation:03.07.2026
- Werk - Komponist:Die Frau ohne Schatten - Richard Strauss
- Opernhaus aktualisiert:Festival d'art lyrique d'Aix-en-Provence
Beschreibung
Eine Neuproduktion für das Festival von Aix-en-Provence 2026 im Grand Théâtre de Provence
In Koproduktion mit La Monnaie / De Munt und der Griechischen Nationaloper
In Richard Strauss’ Oper Die Frau ohne Schatten ist die Gemahlin des Kaisers eine „Tochter des Geisterreichs“. Durch ihre Heirat hat sie zwar einen Großteil ihrer übernatürlichen Kräfte eingebüßt, ist aber unsterblich geblieben; als solche wirft sie keinen Schatten – ein Fehlen, das zugleich ihre Unfähigkeit symbolisiert, Kinder zu gebären. Sie muss jedoch binnen drei Tagen einen Schatten erlangen, andernfalls wird der Kaiser zu Stein erstarren und sie selbst dazu verdammt sein, in das Geisterreich zurückzukehren... Getrieben von der Sehnsucht, die hohle Unsterblichkeit hinter sich zu lassen und durch das Schenken von Leben zu einem Wesen aus Fleisch und Blut zu werden, begibt sie sich in die Welt der Sterblichen, um den Schatten einer Färbersfrau zu gewinnen.
Für diese Neuproduktion beim Festival von Aix-en-Provence 2026 lotet Regisseur Barrie Kosky die ganze Vielschichtigkeit von Strauss’ Oper aus, die sich zwischen Märchen und einem von Prüfungen geprägten Initiationsweg bewegt. Er gliedert die Inszenierung in zwei Welten: einerseits das Reich des Kaisers und der Kaiserin (Michael Spyres und Vida Miknevičiūtė) – hier assoziiert mit einer abstrakten, unbewussten Totenwelt –, andererseits die reale Welt des Färbers und seiner Frau (Brian Mulligan und Ambur Braid), die unsere eigene alltägliche Realität widerspiegelt.
Die Frau ohne Schatten zeichnet so die Wege dieser beiden Paare nach – das eine verzweifelt auf der Suche nach Nachwuchs, das andere der Aussicht darauf eher ambivalent gegenüberstehend. Es entfaltet sich eine Initiationsreise, in deren Mittelpunkt Liebe, Vergebung, die Suche nach der Seele und die Weitergabe von Weisheit zwischen den Generationen stehen. Um diese Interpretation lebendig werden zu lassen, setzt Barrie Kosky auf die theatrale Ambivalenz des Werks: Die beiden Welten prallen aufeinander – in einem Wechselspiel zwischen häuslichem Realismus und wach erlebtem Albtraum –, sodass das Publikum kaum noch zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden kann, während sich zugleich die emotionale Bindung zu den vier Hauptfiguren vertieft.
Bereichert wird die Produktion durch die musikalische Leitung des jungen Dirigenten Klaus Mäkelä; obgleich er im Konzertsaal bereits vielfach gefeiert wurde, gibt er hier am Pult des Orchestre de Paris sein eigentliches Operndebüt.
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website des Festivals.
Übertragungen: Die Produktion wird für eine Live-Übertragung am 9. Juli 2026 um 19:00 Uhr auf arte.tv aufgezeichnet; es folgt eine Radioübertragung am 13. Juli um 20:00 Uhr auf France Musique, bei EBU-Mitgliedssendern, auf Francemusique.fr sowie in der Radio France-App.
Spielplan
Freitag, 03. Juli 2026, 19:00 Uhr
Montag, 06. Juli 2026, 19:00 Uhr
Donnerstag, 09. Juli 2026, 19:00 Uhr streaming
Sonntag, 12. Juli 2026, 19:00 Uhr
Mittwoch, 15. Juli 2026, 19:00 Uhr
Besetzung
Figuren im Stück
Regisseur
Dirigent
Der Kaiser/L’Empereur
Die Kaiserin/L’Impératrice
Die Amme/La Nourrice
Barak
Die Färberin/La Teinturière
Der Einäugige/Le Borgne
Der Einarmige/Le Manchot
Der Bucklige/Le Bossu
Der Geisterbote/Le Messager
Die Stimme des Falken/La voix du faucon
Eine Stimme von oben/Une voix d'en haut

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