Eröffnung der Tiroler Sommerfestspiele Erl

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Von Erl nach Europa, die Vision der Tiroler Festspiele wurde vom Festspielpräsidenten Hans Peter Haselsteiner eingangs mit markigen ernsten Worten zu Nationalismus politisch belegt. Humoristisch spinnte schlagfertig der österreichische Bundespräsident Alexander von der Bellen den Faden positiv weiter, sein ursprüngliches Redekonzept verlassend. Abschließend eröffnete er unter großem Beifall die Tiroler Festspiele.

 

Die ersten Sommer Festspiele ohne Gustav Kuhn, der diese Institution über viele Jahre geprägt und geführt hat. Waren es bei ihm die Werke Richard Wagners ist es jetzt Musik des 20 und 21 Jahrhunderts, die das Konzertprogramm, so auch den Eröffnungsabend unter Leitung des Dirigenten Tito Ceccherini bestimmt. Zwei rhythmisch konstruierte Werke von John Adams rahmen die Reden ein. Dann wird es jazzig impressionistisch im Auftragswerk von Daniel Schnyder für vier Saxophone und Orchester. Grosse Orchestermusik zum Abschluss mit Bela Bartok anspruchsvollen Konzert für Orchester. Elegische melancholische von den Streichern geprägte Musik wechselt sich mit rhythmisch getriebenen Formen, Schlagzeug und Bläser im Abtausch. Es wird klar und nüchtern, technisch gut vorbereitet vom Dirigenten präsentiert. Expressionistische Klangfarbe fehlt. Grosser Beifall und Begeisterung für die Solisten und das Orchester. Drei Wochen dauern die Festspiele und bieten Oper, Konzerte und Kammermusik. Du holde Kunst wir danken Dir.

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